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Haisenko: Milliardenzahlung an Namibia beruht auf antideutscher Geschichtsfälschung

Archivmeldung vom 07.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: wikimedia commons / UM / Eigenes Werk
Bild: wikimedia commons / UM / Eigenes Werk

Bundespräsident Steinmeier hat sich noch nie hervorgetan durch solides Geschichtswissen. Dass er sich mit Milliarden im Gepäck in Namibia für etwas entschuldigen will, reiht sich da ein. Die Kolonialgeschichte des Deutschen Reichs brachte den deutschen Schutzgebieten erheblichen Mehrwert. Dies berichtet der Schriftsteller und Publizist Peter Haisenko im Magazin "Unser Mitteleuropa".

Haisenko weiter: "Vor etwa einem Jahr kam die klare Ansage eines US-Historikers in Kalifornien, dass sich Deutschland für nichts zu entschuldigen hat, was während der kurzen Kolonialgeschichte geschehen ist. Er hat mit seinen Forschungen belegt, dass die Deutschen allen ihren Kolonien einen erheblichen Mehrwert hinterlassen haben. Da ist er nicht der einzige, denn wenn man sich ideologiefrei, also ohne Deutschland mit aller Gewalt beschuldigen zu wollen, mit der deutschen Kolonialgeschichte befasst, kann man zu keinem anderen Urteil kommen. Sie war sowieso nur sehr kurz, nämlich von 1884 bis 1919.

Der deutsche Kaiser und Bismarck waren sehr zögerlich, eher widerwillig, wenn es darum ging, eigene Kolonien zu erwerben. Es waren Kaufleute, die in Eigeninitiative Handelsposten errichteten, die dann wiederum gegen andere, fremde Mächte geschützt werden mussten. Deswegen hießen die deutschen Kolonien auch „Schutzgebiete“. So muss die erste Feststellung sein: Im Gegensatz zu den anderen europäischen Kolonialmächten England, Frankreich, Niederlande, Belgien, Portugal, hat das Deutsche Reich seine Kolonien nicht mit militärischer Gewalt erobert. Man hat das nehmen dürfen, was übrig geblieben ist, weil es für die anderen nicht interessant genug war. Wie positiv das Deutsche Reich gewirkt hat, mag man heute daran ermessen, dass es die ehemaligen deutschen Kolonien sind, die einigermaßen unauffällig durch die letzten hundert Jahre gekommen sind.

In den ehemaligen Kolonien sind Deutsche bis heute gern gesehen

Die deutschen Schutzgebiete waren nie integraler Bestandteil des Deutschen Reichs. Dennoch hat man sich darum gekümmert, den Eingeborenen auf ihrem Weg in die Moderne zu helfen. Die Schulpflicht wurde eingeführt und das hat teilweise bis heute Bestand, zum Beispiel in Kamerun. Ähnliches fand in Kolonien anderer Länder, vor allem der Engländer, nicht statt. Wie auch, denn auf der Insel gibt es bis heute keine Schulpflicht, die mit der deutschen vergleichbar wäre. Um es kurz zusammenzufassen: Die Deutschen haben sich in ihren Kolonien so positiv benommen, dass die Eingeborenen während des Ersten Weltkriegs auf Seiten der Deutschen gegen die Briten kämpften, ohne dazu gezwungen zu sein. Die wussten schon, was sie – im Gegensatz zu den Briten – an den Deutschen hatten. Wer noch heute in ehemalige deutsche Kolonien kommt, wird dort mit Respekt willkommen geheißen. Vergessen wir nicht: Die Deutschen haben niemals Sklaven gehalten und waren auch nicht am Sklavenhandel beteiligt.

Wie groß der Hass zum Beispiel auf die französischen Kolonialherren auch heute noch ist, habe ich in Afrika in Niamey, der Hauptstadt der ehemaligen französischen Kolonie Niger, erlebt. Ich war einigermaßen peinlich berührt, als mir ein einheimischer Schwarzer sagte: „Hitler war gut! Er hat es den Franzosen endlich mal richtig gegeben!“ Redet irgendjemand über Entschädigungen von Seiten Frankreichs?

Zu den Hereros in Südwest. Das war ein kriegerischer Stamm, der seit einiger Zeit von Norden marodierend in Südwest eingefallen ist und andere Ureinwohner überfallen und vertrieben hat. Geht man verfügbare Quellen durch, dürften sich in Südwest nicht mehr als etwa 50.000 Hereros aufgehalten haben – und das ist eine hohe Schätzung. Sie waren und sind auch heute noch nur ein geringer Anteil an der Gesamtbevölkerung. Für den Aufstand gebe ich hier die absolute Kurzform: Britische Kaufleute haben den Hereros etwa 20.000 bis 30.000 moderne Gewehre verkauft und sie dann gegen die Deutschen aufgehetzt. Es gab verlustreiche Kämpfe mit der Schutztruppe. Die Verluste waren auf beiden Seiten groß. Irgendwann entschieden die Hereros, sich mit Mann und Maus abzusetzen. Dummerweise durch ein Trockengebiet und dabei sind wahrscheinlich etwa 5.000 umgekommen. Maximal. Mehr geben die Archive nicht her. Ich empfehle hierzu die Lektüre einer ausführlichen Darstellung hier: deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/hereroaufstand/?fbclid=IwAR1C7wf9A5Mr3eQHc0OZsVbb6XszJWjwCzMmsgIzd4Q7tvdyP7uuxw8LP1U

Die Belgier haben im Kongo 10 Millionen Eingeborene ermordet

In dieser Darstellung wird auch das Wirken der Briten „gewürdigt“, die nebenan im Süden im Burenkrieg mal eben 30.000 Farmen niedergebrannt und für die Überlebenden die ersten Konzentrationslager errichtet haben. Churchill war da in Führungsposition dabei. Es waren eben auch die Briten, die den Hereros erst die Waffen gegeben und dann Aufstände geschürt haben. Wie auch im Osmanischen Reich mit „Lawrence von Arabien“. Damit bin ich bei einem heiklen Punkt. Wenn sich die Deutschen, ihr verehrter Präsident, so für die Aufarbeitung von Kolonialverbrechen einsetzen, solche notfalls erfinden, wenn es um Deutschland geht, warum setzen sie sich nicht auch dafür ein, ebensolche anderer Länder aufzuarbeiten? Derer gibt es nämlich reichlich und in Dimensionen, die 30.000 Hereros nur noch nebensächlich erscheinen lassen. Gut, man sollte nicht Verbrechen gegeneinander aufrechnen – sagen vor allem immer diejenigen, die selbst die größten Verbrecher sind.

Also ohne aufrechnen zu wollen, erinnere ich einfach mal daran. An Belgien zum Beispiel. Der belgische König Leopold II hat zeitgleich zum Herero-Aufstand in seiner Kolonie Kongo 10 Millionen Eingeborene grausamst ermorden lassen. Nochmals in Worten: zehn Millionen. Das war etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Die hat er aber nicht ermorden lassen, weil sie mit britischen Gewehren seine Truppen angegriffen oder belgische Frauen und Kinder massakriert hatten. Er hat aus „disziplinarischen Gründen“ gefoltert, verstümmelt und umgebracht, weil sie sich weigerten, Sklavenarbeit für ihn zu verrichten. Rufen Sie im Internet auf „Leopold II Völkermord“ für mehr Details oder gleich hier:
de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(Belgien)

Betrachtet man nun den Unterschied zwischen 30.000 und zehn Millionen – ohne zu werten – dann drängt sich geradezu eine Rechnung auf, die allerdings ins Absurde driftet. Wenn für 30.000 Hereros in Südwest 1,1 Milliarden € „Entschädigung“ bezahlt werden sollen, wie viel wäre dann für 10 Millionen Kongolesen angemessen? Da kommt eine Summe zustande, die Belgien, respektive das immer noch amtierende belgische Königshaus, komplett überfordern, ja in den Ruin treiben würde. Nämlich 333 Milliarden €. Setzt man zusätzlich noch die realistischere Anzahl von 5.000 Hereros gegen die 10 Millionen, wären schon 2.000 Milliarden € fällig. Wird hier nicht sichtbar, warum niemand über Entschädigungen seitens Belgiens an den Kongo auch nur redet? 1,1 Milliarden sind für das wirtschaftlich starke Deutschland ohne weiteres leistbar, doch sie erfüllen einmal mehr den Zweck, die ewige „deutsche Schuld“ von neuem zu bekräftigen.

Nur von Deutschland werden Entschädigungen gefordert

In diesem Sinn können mit England und den USA ähnliche Rechnungen aufgemacht werden. Würden die angehalten, „Entschädigung“ zu leisten für alle ihre Kriegsverbrechen, Sklavenhandel und Sklavenhaltung, systematische Ausrottung von Ureinwohnern – die Liste wäre endlos – könnten sie es gar nicht. Die US Bomben liegen immer noch in der Erde von Laos und Kambodscha und töten dort täglich Menschen. Wie wäre es denn, wenn China Entschädigung für die Opiumkriege der Briten verlangte? Zu Recht! Aber halt! Hier stellt sich eine entscheidende Frage! Wie weit darf, soll, muss man in der Geschichte zurückgehen, wenn Entschädigungen überhaupt noch moralisch zwingend oder sinnvoll sein können? Bis zu den spanischen Konquistadoren oder Kolumbus? Der Punkt, auf den ich hier abziele ist, dass immer nur Deutschland im Fadenkreuz steht, wenn das Wort „Entschädigung“ fällt und da ist es nebensächlich, wie lange das her sein könnte. Dabei meine ich nicht die endlose Rückgabe jüdischen Eigentums oder Renten für deren Nachkommen.

All mein Schreiben und Streben ist bestimmt von meinem stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Es darf nicht sein, dass die einen, die Sieger und Herrscher, alle ihre Verbrechen, Morde und Grausamkeiten als notwendige „Kollateralschäden“ abtun oder verleugnen dürfen, während andere für weitaus geringere Schandtaten auf ewig verurteilt und schadenersatzpflichtig gehalten werden. Das Schlimmste daran ist, dass dabei gerade in Deutschland die eigene Regierung in „nationalmasochistischer“ Weise federführend ist. Es gibt auch in Deutschland niemanden mehr unter den Lebenden, der für irgendetwas vor 1945 verantwortlich sein könnte. Man könnte folglich einen Schlussstrich ziehen.

Um derartiges aber umfassend und nur halbwegs gerecht zu tun, müsste nach vier Generationen die Geschichte vorbehaltlos aufgearbeitet werden. Genau das wird aber gerade in Deutschland aktiv verhindert. Allgemein ist festzustellen, dass hierzulande selbst Geschichte systematisch zu Ungunsten Deutschlands verfälscht wird. Ermordete Deutsche werden in der Anzahl heruntergelogen, zu oft im Faktor zehn, siehe Dresden, und wenn es darum geht, deutsche Schandtaten zu benennen, dann ist es genau anders herum.

Praktizierter Nationalmasochismus als Staatsräson

Noch vor wenigen Jahren galt im Fall der Hereros die Zahl von 5.000 als belegbar und gesichert. Letztlich habe ich eine Doku gesehen, wo im ÖRR schon von 60.000 die Rede war. Kommt dann jemand, der nach gründlichen Recherchen vor Ort seine Doktorarbeit über dieses Thema vorgelegt und von der Uni bestätigt bekommen hat, der belegen kann, dass es maximal 5.000 Hereros waren, dann wird dieser als Rechtsradikaler verunglimpft und wirtschaftlich ins Aus gestellt. Das ist praktizierter Nationalmasochismus als Staatsräson. Das wissen offensichtlich auch die Hereros und Nama in Namibia, denn die haben jetzt verkündet, dass die 1,1 Milliarden zu wenig sind. Ach ja, das würde ich auch, wenn ich weiß, welch Geistes Kind diejenigen sind, mit denen ich „verhandle“. Wenn ich weiß, dass ich damit etwas Gutes tue für die, die sowieso schon zu meinen Gunsten die Geschichte zurecht gelogen haben. Die wollen doch, dass keines der Schuldthemen jemals stirbt.

Hier nochmals für alle, die an der wahren Geschichte in Südwest interessiert sind der Link zu der ausführlichen Dokumentation über den Herero-Aufstand:
deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/hereroaufstand/?fbclid=IwAR1C7wf9A5Mr3eQHc0OZsVbb6XszJWjwCzMmsgIzd4Q7tvdyP7uuxw8LP1U

Quelle: Unser Mitteleuropa

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