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Historiker Michael Teich: "Afghanistan ist Partisanenkampf"

Archivmeldung vom 21.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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In der Sendung "Ihr Thema" des Internet-TV-Senders ExtremNews kritisiert der Historiker Michael Teich den Bundeswehreinsatz in Afghanistan, weil es sich dabei um einen reinen Partisanenkampf handele. "Gemäß Grundgesetz darf die Bundeswehr im Kampf gegen Soldaten zur Verteidigung unseres Landes dienen. Allerdings handelt es sich bei den Taliban nach dem Völkerrecht um keine Soldaten, sondern Partisanen. Hier stellt sich jedoch die Frage: Hat die Bundeswehr irgendein Präambel Verbrechensbekämpfung durchzuführen", so Teich.

Neben der zukünftigen Entwicklung Europas und den geschichtlichen Hintergründen sprach der Historiker im Interview mit ExtremNews auch über sein Buch "General "Artur Phleps"". Auf die Frage, warum er sich in seinem Buch gerade mit dem Tabuthema "die Deutschen und der Zweite Weltkrieg" beschäftige, sagte Teich: "Er diene als Historiker der Wahrheit und nicht den Politikern." Mit seiner Tätigkeit klage er kein Land an, sondern die Kriegsverbrechen an sich. Mit diesem sowie den noch in Planung befindlichen Büchern, soll der Krieg mit all seinen Grausamkeiten ehrlich in Erinnerung bleiben. Seine Werke sollen deshalb auch gerade für die Generationen, die unmittelbar keinen Krieg mehr erlebt haben, zur Abschreckung dienen, um eine friedliche Denkweise zu fördern.

Durch das Glück bei seiner Arbeit auf zahlreiche Zeitzeugen und deren Privatarchivmaterial zurückgreifen zu können, ist es dem Historiker Teich möglich, die Ereignisse authentisch darzustellen. So ist sein Buch "General "Artur Phleps"" durch die zahlreichen bisher unveröffentlichten Originalaufnahmen eine Mischung aus Biographie des Arthur Phleps und Nachschlagewerk für Sammler geworden.

Militaria Sammler und Militaria Interessierte will der Historiker mit seinem Werk eine Hilfe geben, damit diese nicht mehr so leicht auf Fälschungen, die für horrende Geldsummen verkauft werden, hereinfallen. So bieten Händler beispielsweise Ärmelstreifen an, die diese vorher kopiert bzw. künstlich erzeugt haben. Sie kaufen diese im Ausland für zehn bis 15 Euro ein und verkaufen sie später auf Sammlerbörsen für ein- bis zweitausend Euro. Es sind nahezu mafiöse Strukturen, die einige Händler dort ausüben, kritisiert Teich im Interview die derzeitigen Zustände. 

Das Gespräch mit dem Historiker Michael Teich sehen sie in voller Länge kostenfrei hier:

 

 

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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