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Schweizer Forscher finden Hinweise auf Vergiftung von Jassir Arafat

Archivmeldung vom 06.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Jassir Arafat(Weltwirtschaftsforum in Davos/28. Januar 2001)
Jassir Arafat(Weltwirtschaftsforum in Davos/28. Januar 2001)

Foto: Nard the Bard
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Knapp neun Jahre nach dem Tod von Palästinenserpräsident Jassir Arafat haben Schweizer Forscher Hinweise auf eine Vergiftung von Polonium gefunden. In einem 108-seitigen Bericht schreiben die Wissenschaftler, entsprechende Hinweise seien nach einer Untersuchung der sterblichen Überresten gefunden worden. Diese unterstützen die Theorie einer Vergiftung auf "moderate" Weise. Problematisch sei aber, dass es nur wenige Proben gegeben habe und zwischen Tod und Untersuchung mehrere Jahre vergangen seien.

Ein russisches Forscherteam hatte diese Frage bereits zuvor negativ beantwortet. Arafats Witwe wurde hingegen damit zitiert, dass der Untersuchungsbericht alle Zweifel an einer Ermordung beiseite räume. Bereits im Juli 2012 war ein radiologischer Laborbericht veröffentlicht worden, laut dem entsprechende Spuren von Polonium an Gebrauchsgegenständen Arafats nachgewiesen worden seien. Daraufhin hatte die Palästinensische Autonomiebehörde einer Exhumierung des Leichnams zugestimmt, um zu klären, ob Arafat vergiftet worden war.

2006 war der ehemalige KGB-Agent und spätere Putin-Kritiker Alexander Litwinenko an den Folgen einer durch Polonium-210 verursachten Strahlenkrankheit gestorben. Ihm war das Polonium vermutlich über kontaminierten Tee verabreicht worden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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