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Archäologen: Darum stehen die Felsblöcke in Stonehenge nach 5000 Jahren noch

Archivmeldung vom 17.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Stonehenge (Symbolbild)
Stonehenge (Symbolbild)

Bild: © CC0 / 10727361 / Pixabay

Eine neue Studie gibt Aufschluss darüber, wie das weltberühmte Monument in Südengland die Zeit überdauerte. Die Untersuchung des geschützten Objekts des Unesco-Welterbes wurde durch eine Probe ermöglicht, die bei Restaurierungsarbeiten in den 1950-er Jahren gewonnen worden war. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Die erste umfassende Untersuchung der Proben, die direkt aus einem der Megalithen in Stonehenge entnommen wurden, wurde von Forschern der Universität Brighton in Großbritannien durchgeführt. Mithilfe von CT-Scans, Röntgenstrahlen, mikroskopischen Analysen und anderen Techniken wurde die geologische und chemische Struktur des Steins analysiert. Das Forschungsteam fand heraus, dass es Quarzkristallen, die gigantische Sarsensteine bilden, zu verdanken ist, dass ein Großteil von Stonehenge auch 5000 Jahre nach seiner Errichtung nahezu unverändert geblieben ist.

„Das Stein ist unglaublich widerstandsfähig – er ist wirklich resistent gegen Erosion und Verwitterung“, zitiert die Pressestelle den Forschungsleiter, Professor David Nash. Grund dafür sei, dass die winzigen Quarzkörner aus der Probe wie ein Puzzle zusammenpassen. Diese werden zugleich durch andere kristallisierte Quarzstücke zusammengehalten – „so entstand diese unglaublich starke, ineinander greifende Matrix aus Kristallen, die das Gestein ausmacht“, erklärte Nash. Er betonte, es sei äußerst selten, dass Wissenschaftler die Chance bekommen, an Proben von solch nationaler und internationaler Bedeutung zu arbeiten.

„Stonehenge ist Teil des Weltkulturerbes und unterliegt den strengsten gesetzlichen Bestimmungen, so dass es sehr unwahrscheinlich wäre, dass wir heute Zugang zu dieser Art von Material hätten. Der Zugang zu den Bohrkernen von Stone 58 war der Heilige Gral für unsere Forschung“, so die Pressemitteilung.

Die Probe wurde bei einem Restaurierungsprojekt in Stonehenge in den 1950-er Jahren gemacht. Steinmetz Robert Phillips konnte einen 90 Zentimeter langen zylindrischen Kern aus einem der Steine entnehmen. Danach brachte er das Erinnerungsstück zurück in die USA und bewahrte es jahrzehntelang auf. 2018, nur wenige Jahre vor seinem Tod, übergab er es den Forschern.

„Diese kleine Probe ist wahrscheinlich das am besten analysierte Stück Stein außer dem Mondgestein“, meinte Professor Nash.

Laut den Ergebnissen, die in der Zeitschrift „PloS ONE“ veröffentlicht wurden, bestehen die Sarsensteine aus Sedimenten, die während des Mesozoikums entstanden. Es handelt sich somit um einenZeitraum vor 252 Millionen bis 66 Millionen Jahren, als die Dinosaurier auf der Erde lebten."

Quelle: SNA News (Deutschland)


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