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Forscher rätseln über Verbleib der NS-Uranwürfel

Freigeschaltet am 06.05.2019 um 13:10 durch Thorsten Schmitt
Nahaufnahme der Uranwürfel (Nachbildung)
Nahaufnahme der Uranwürfel (Nachbildung)

Foto: Felix König
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein US-Forscherteam hat sich auf die Suche nach einem verschollenen Uranwürfel gemacht, der im geheimen Nazi-Atomprojekt von Haigerloch verwendet wurde. Das berichtet der Standard.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Timothy Koeth, ein Privatdozent an der University of Maryland, erhielt demnach 2013 ein sonderbares Geburtstagsgeschenk – einen kleinen aber erstaunlich schweren Metallwürfel mit einer Kantenlänge von fünf Zentimetern, der in Servietten gewickelt war. Auf einem Zettel, der sich darin fand, stand: „Aus Deutschland mitgenommen, vom Atomreaktor, den Hitler bauen wollte.“

Koeth war von der mysteriösen Entdeckung sofort fasziniert und wollte der Geschichte dahinter nachgehen.

Für seine Recherchen tat er sich mit der Doktorandin Miriam Hiebert aus Maryland zusammen.

Laut dem Bericht ergaben die ersten Untersuchungen, dass Koeths Geschenk eine jener 664 Uranmetallkomponenten war, die 1945 von Physikern um Werner Heisenberg zum Aufbau des Atomreaktors von Haigerloch genutzt wurden.

Im Rahmen des Experiments namens B-VIII hängten die Physiker 664 Uranwürfel von fünf Zentimetern Kantenlänge an knapp 80 Drahtseile und tauchten das Gebilde in einen Tank mit schwerem Wasser. Anschließend beschossen sie den Testreaktor mit Neutronen, um eine Kettenreaktion anzustoßen.

Doch der Versuch der deutschen Kernphysiker unter Hitler misslang. Denn das Uran war mit relativ wenig Neutronen bestrahlt worden und die Anlage hätte eineinhalb Mal größer sein müssen.

Koeth und Hiebert fanden heraus, dass nachdem die Allierten Haigerloch errreicht hatten und der Reaktor demontiert worden war, die Uranwürfel teilweise in die USA verschifft wurden. 13 Uranwürfel seien heute dort und in Deutschland Ausstellungsstücke, so die Zeitung.

Die Forscher resümierten auch, dass der Bau eines funktionierenden Nuklearreaktors möglich gewesen wäre, hätten die Deutschen ihre Ressourcen gebündelt wie die Amerikaner.

Was den Verbleib der Uranwürfel angeht, dürften die meisten davon auf dem Schwarzmarkt in Osteuropa gelandet sein. „Dokumente in den US-National Archives sprechen dafür, dass die Mehrheit dieser Uranwürfel letztlich in der Sowjetunion landete“, werden die Forscher zitiert. Wie viele dieser Würfel es noch gibt, ist bislang nicht geklärt."

Quelle: Sputnik (Deutschland)


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