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Der Familienspaziergang - eine weltweit aussterbende Tradition?

Archivmeldung vom 19.12.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Martin Schemm / PIXELIO
Bild: Martin Schemm / PIXELIO

Wissenschaftler der Fakultät fur Sport, Leibesübungen und Gesundheit an der Universität Loughborough in Großbritannien fordern Familien weltweit auf, sich im neuen Jahr regelmäßiger gemeinsam körperlich zu betätigen, nachdem beunruhigende Untersuchung zeigten, dass zwei Drittel aller Menschen weltweit nicht mehr als Familie spazieren gehen (68%), wobei die Portugiesen am seltensten (71%) und die Österreicher am häufigsten (63%) gemeinsam spazieren gehen.

Einer internationalen, vom Stadtlaufspezialisten MBT in Auftrag gegebenen Untersuchung zufolge, ist der traditionelle Spaziergang, die "Promenade" bzw. der "Paseo" auf dem Rückzug. So gaben über die Hälfte der Teilnehmer weltweit (52%) an, weniger zu gehen als vor 10 Jahren. Als Hauptgrunde gaben sie mangelndes Interesse anderer Familienmitglieder (45%), Zeitmangel (43%), Mangel an Informationen, wo spazieren gegangen werden kann (39%), Müdigkeit (38%) und mangelnde Motivation (33%) an. Die zunehmend sitzende Lebensweise tragt ebenfalls dazu bei. So verbringen Familien gemeinsame Zeit bei Mahlzeiten (80%), beim Rumsitzen und Reden (66%) bzw. beim Fernsehen (53%).

Dabei sind die Festtage immer noch die für einen Familienspaziergang zuträglichste Zeit und 69% der Befragten arbeiten auf diese Weise den Weihnachtsüberschuss wieder ab, wobei erneut die Österreicher und die Deutschen (beide mit 86%) dies am häufigsten und die Spanier (56%) und Amerikaner (58%) es am wenigsten häufig tun. Gesundheit und frische Luft (beide jeweils 73%) und das Genießen des Wetters (65%) wurden ebenfalls als motivierend fur regelmäßige Familienspaziergänge angegeben.

Dr. Stacy Clemes, Dozentin fur Humanbiologie an der Universität Loughborough, sagte dazu: "Mangel an körperlicher Bewegung ist weltweit als bedeutender Risikofaktor für zahlreiche chronische Erkrankungen bestens belegt. Obwohl Spazierengehen als ideale Form der körperlichen Betätigung angesehen wird, ist es beunruhigend zu sehen, dass Familien weltweit diese billige und wirksame Form der körperlichen Betätigung, die die Gesundheit der ganzen Familie fordert, nicht mehr nutzen."

"Spazierengehen ist eine umfassende Tätigkeit, die es der Familie ermöglicht, gemeinsame Interessen zu verfolgen und eine gute, gemeinsame Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Erwähnenswert ist auch, dass die erhöhte körperliche Betätigung des Gehens sich positiv auf die weltweiten Fettleibigkeitszahlen auswirken wurde und eine kostenlose Alternative zum Fitnessstudio darstellt."

Matthias Schneider, zertifizierter Sportwissenschaftler und Mitglied der MBT Academy International, sagte dazu: "Der von uns gemeinsam mit der Universität Loughborough in Auftrag gegebenen Untersuchung zufolge gaben im Durchschnitt 36% der Teilnehmer darüber hinaus auch an, dass ihre Schuhe unbequem seien. Dies hindere sie daran, regelmäßig zu gehen, da sie Angst hatten, ihre Füße zu schädigen. Bei MBT ermuntern wir die Leute, das nächste Jahrzehnt mit dem Vorsatz größerer körperlicher Aktivität zu beginnen. Allein schon, wenn Sie in MBT-Schuhen laufen, können Sie den Tonus wichtiger Muskeln erhöhen, Ihre Haltung und Ihr Gleichgewicht verbessern und den Kalorienverbrauch erhöhen." 

Quelle: MBT

 

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