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Die zukunftsfähige Spielhalle - Sicheres Spielen oder sichere Wirtschaft?

Archivmeldung vom 11.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Es war ein bunter Abend in Düsseldorf am Rhein. Hoch oben über der Landeshauptstadt, von der Spitze des Düsseldorfer Rheinturms, blickte man über die schöne Stadt, während man die Zukunft des Glücksspiels in deutschen Landen diskutierte. Insgesamt über 120 Gäste aus den verschiedensten Sparten wie Verwaltung, Politik und aus der Suchthilfe sowie Branchenvertreter des Deutschen Automaten-Verbandes fanden sich zu dieser Gelegenheit in Düsseldorf ein, zu welcher der DAW und der Deutsche Automaten-Verband (DAV) geladen hatten.

Auf der Webseite des Deutschen Automaten-Verbands kann man diese Informationen ganz bequem folgen. Und das sollte man tun, denn diese Änderungen betreffen sowohl die Casino-Spieler und –Anbieter, als auch den normalen Bürger.

Die “zukunftsfähige Spielhalle” war der Mittelpunkt des Abends. Ein Prozess, der schon vor langer Zeit begonnen hatte, und dessen zentrales Thema die zukunftsfähige Spielhalle für sicheres Spielen für alle Spieler war, sollte in Düsseldorf einen Schritt weiter gebracht werden.

Bei diesem Thema gibt es gleich zwei Seiten, die von einer Lösung profitieren sollen. Zum einen ist das der Spieler, dem in Zukunft eine gesicherte Spielumgebung garantiert werden soll. Zum anderen ist das die Automatenwirtschaft, welcher durch einen Schutz vor nicht lizenzierten Unternehmen oder Unternehmen mit Lizenzen aus dem Ausland zukünftig das Geschäft gesichert werden sollte.

Andreas Kötter, Sprecher der Geschäftsführung von WestLotto, war auch zugegen. Laut Kötter ging es nicht um die Frage “Staat gegen privat”, sondern um die Frage “legal gegen illegal”. Damit bezieht er sich wohl eindeutig auf Anbieter, die in deutschen Landen ohne Lizenz anbieten.

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft e.v., bemängelte in seinem Grußwort an die Versammlung eine gegenwärtige Schieflage der Regulierung. Laut Stecker fehlt “Konsumenten das Unrechtsbewusstsein, wenn sie im Internet Glücksspiel Angebote nutzen, da mittlerweile fast alle Alltagsdinge online geregelt werden. Und die Abstandsregelungen zwischen Spielhallen machen daher jetzt schon keinen Sinn, wenn die gleichen Spiele Online angeboten werden und damit auf jedem Smartphone und an jedem Ort verfügbar sind!”

Dies ist nicht der erste Versuch, eine Reform anzustreben

Eine Reform der Glücksspielregulierung steht schon lange an und ist auch wirklich nötig. Der Glücksspielstaatsvertrag ist ja nun schon lange gescheitert. Zumindest sieht man das außerhalb Deutschlands so. Aus Brüssel mehren sich deshalb auch die Rufe nach einer endgültigen Einigung, die man auch mit EU-Recht vereinbaren könnte.

In Berlin trafen sich schon Ende Mai Mitglieder der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zum dritten Bundeskongress zum Glücksspielwesen. Dies geschah gleich, nachdem die schleswig-holsteinische Landesregierung eine Ratifizierung des zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrags nicht zustimmen wollte. Mittlerweile gibt es viele Glücksspielanbieter, die genau von diesem Bundesland ihre Lizenzen erworben hatten. Ein Blick auf solche Casinos zeigt, dass es sich um völlig seriösen und namhaften Glücksspielunternehmen handelt, wie z.B. das Online Casino DrückGlück. Schleswig-Holstein ist ja in dieser Geschichte seit jeher das schwarze Schaf.

Bereits im Mai wurde auch klargemacht, das eine Einigung oder eine Lösung hier noch lange nicht zu erwarten ist. Man kommt in der Sache einfach nicht weiter. In Berlin war z.B. noch Martin Stadelmaier vom deutschen Lotto und Totoblock bei der Versammlung dabei. Seiner Meinung nach ist die derzeitige Regulierung in Deutschland ein stabiles Fundament. Doch er spricht aus der Sicht der staatlichen Anbieter.

Die privaten Anbieter sehen das natürlich etwas anders. Doch viele private Anbieter hatte man von der Teilnahme abgehalten, indem man ihnen für eine Teilnahme an der Veranstaltung den fast zehnfachen Preis wie den behördlichen Teilnehmern berechnen wollte. Insgesamt 450 € kostete es pro Nase, um an diesem Kongress teilnehmen zu können. Private Vertreter sind z.B. auch Vertreter der Online Casinos, Online Lotto oder auch Online Buchmacher.

Wer das ebenfalls anders sehen dürfte, ist der Kunde. Als Kunde in der heutigen Zeit wünscht man sich eine große Auswahl, unter der man frei wählen kann. Sicher kann man davon ausgehen, dass ein Kunde sich auch Sicherheit wünscht, und nicht von dubiosen Anbietern betrogen werden möchte. Doch eine solch sichere Umgebung schafft man eher mit dem Regulierungsmodell, welches uns aus Schleswig-Holstein bekannt ist. Eine vollständige Regulierung und Begrenzung ausländischer Anbieter, so wie man es jetzt gerade in der Schweiz sieht, ist in Deutschland nicht vorstellbar.

Wo genau wollen die DAW und die DAV also mit ihren Bemühungen hin? Dies sollte man unbedingt weiter beobachten, um nicht als mündiger Bürger irgendwann von einer Regulierung überrascht zu werden, welche zwar viele Vorteile für bestimmte Teile der deutschen Wirtschaft bringt, den Bürger aber in seiner Freiheit zu wählen gewaltig einschränken wird.

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