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Gute Noten nur mit Fahrereinbindung: Euro NCAP entwickelt erstes Bewertungssystem für Autobahnassistenten

Archivmeldung vom 01.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Systemstörungen: Acht der zehn Testautos sind im grünen Bereich.  Bild: "obs/ADAC/Test und Technik"
Systemstörungen: Acht der zehn Testautos sind im grünen Bereich. Bild: "obs/ADAC/Test und Technik"

Euro NCAP liefert Autokäufern eine Vergleichsbasis für die Sicherheit von Fahrzeugen. Dabei wird das Bewertungssystem - auch mit Unterstützung des ADAC - kontinuierlich weiterentwickelt. Die Zuverlässigkeit und Funktionalität von Fahrassistenzsystemen prüft Euro NCAP bereits länger. Neu bewertet werden jetzt zusätzlich kontinuierlich unterstützende Komfortassistenten.

Hintergrund ist die hohe Bedeutung, die diese für die Entwicklung des autonomen Fahrens haben. Mit der neuen vergleichbaren Testmethodik liegt nun erstmals ein objektives Bewertungssystem für sogenannte Autobahnassistenten vor. Diese zeichnen sich durch das Zusammenspiel von Abstandsregeltempomat (ACC - Adaptive Cruise Control) und Spurhalteassistent (LC - Lane Centering) aus. Sie helfen dem Fahrer mit konstanter Geschwindigkeit zu fahren, einen sicheren Abstand zu halten und in der Fahrspur zu bleiben.

Zehn Fahrzeuge unterschiedlicher Fahrzeugklassen wurden dem neuen Testverfahren bereits unterzogen, bei dem nicht nur Funktionalität und Wirksamkeit der Systeme, sondern auch die Einbindung des Fahrers bewertet werden. Diese ist für die Gewährleistung der Sicherheit entscheidend, denn der Fahrzeugführer muss jederzeit wissen, was sein Fahrzeug tut und aufmerksam bleiben, um kontrollierend eingreifen zu können.

In die Bewertung einbezogen werden auch die Leistungen der Notfallassistenz: Leitet das System verlässlich eine Notbremsung ein, reagiert die Technik auf eine Systemstörung oder wenn der Fahrer ausfällt? Die Gesamtbewertung drückt sich in den Urteilen "sehr gut, gut, befriedigend und ausreichend" aus.

Mit dem Mercedes Benz GLE, dem 3er BMW und dem Audi Q8 erreichen drei Fahrzeuge der Premiumklasse ein "Sehr gut". Dabei schneidet der Mercedes Benz am besten ab. Alle drei getesteten Modelle bieten ein hohes Maß an Fahrerunterstützung, binden dennoch den Fahrer ein und überlassen ihm die Kontrolle über die Fahraufgabe. Gut bewertet wird auch die Notfallassistenz. Die Verkaufsschlager Renault Clio und Peugeot 2008 erreichten nur "ausreichend". Ihre Assistenzsysteme sind weniger ausgereift und bieten eine eher geringe Unterstützung.

Tesla erhält Bestnoten für die Fahrerunterstützung und die Notfallassistenz. Der Autopilot bindet jedoch den Fahrer nicht ausreichend ein. Deshalb erreicht das Fahrzeug insgesamt nur die Bewertung "befriedigend" und landet auf Platz sechs. Ebenfalls mit "befriedigend" bewertet werden der VW Passat, der Nissan Juke und der Volvo V60. Der Kuga schneidet mit "gut" ab. Das zeigt, dass ausgewogene, moderne Systeme auch für gängige Mittelklassefahrzeuge verfügbar sind.


Quelle: ADAC (ots)

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