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Tiny Houses: Neuland für Banken

Archivmeldung vom 13.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Die aus den USA stammenden Tiny Houses erfreuen sich auch in Deutschland zunehmender Popularität, wie das Beratungsportal Baufi24.de beobachtet. Bild: "obs/Baufi24 GmbH/©lowphoto/Fotolia"
Die aus den USA stammenden Tiny Houses erfreuen sich auch in Deutschland zunehmender Popularität, wie das Beratungsportal Baufi24.de beobachtet. Bild: "obs/Baufi24 GmbH/©lowphoto/Fotolia"

Fragt man die Deutschen nach der besten Altersvorsorge, steht trotz steigender Immobilienpreise die Investition in ein eigenes Heim hoch im Kurs. Doch was zunächst nach einer rein finanziellen Entscheidung klingt, entwickelt sich zunehmend auch zu einem Platzproblem. Denn besonders in Ballungsgebieten wird Bauland zusehends knapp.

Einen Ausweg bietet ein aktueller Trend aus den USA: die sogenannten Tiny Houses - Häuser im XXS-Format, die nicht nur wegen ihrer geringen Größe, sondern auch der deutlich niedrigeren Kosten auf wachsendes Interesse stoßen. Die rund 10 Quadratmeter großen Häuser sind schon für etwa 50.000 Euro zu haben und können zum Teil wie Wohnwagen mobil transportiert werden. Bei aller Euphorie sollte der Kauf dennoch gut überlegt sein. "Trotz vieler Vorteile sind Bau und Finanzierung in der Praxis derzeit noch mit einigen Hürden verbunden", beobachtet Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24.de, dem unabhängigen Beratungs- und Vermittlungsportal für Baufinanzierungen.

Bebauungspläne der Gemeinden

Wer das Gebäude nicht als Wohnwagen, sondern als festen Wohnsitz nutzen möchte, muss zunächst geeignetes Bauland finden. Hier gilt es zu prüfen, ob die bestehenden Bebauungspläne der zuständigen Gemeinde die Platzierung der neuartigen Häuser zulassen.

Vorbehalte von Banken

"Banken tun sich mit der Finanzierung solcher Immobilien aktuell noch schwer", berichtet Scharfenorth. So liegt eine der Schwierigkeiten in der noch mangelnden Erfahrung mit diesem Wohntypus. Gerät der Eigentümer beispielsweise in Zahlungsschwierigkeiten, muss die Bank das Objekt veräußern können. "Ob und in welcher Höhe dies tatsächlich möglich ist oder ob es sich lediglich um einen kurzzeitigen Liebhaber-Trend handelt, ist momentan noch nicht absehbar und damit ein Risiko für die Banken", so Scharfenorth. Eine weitere Besonderheit stellt die Mobilität der Bauten dar. Während eine herkömmliche Immobilie mittels Fundament fest mit dem Grundstück verbunden ist, können Tiny Houses transportiert und damit dem Zugriff der Bank entzogen werden. Ist dennoch eine Bank gefunden, die bereit ist, dieses Risiko einzugehen, empfiehlt der Experte die Konditionen genau zu studieren. "Ein höheres Risiko wird das Kreditinstitut in aller Regel durch einen höheren Eigenkapitaleinsatz sowie höhere Darlehenszinsen absichern", erklärt Scharfenorth.

Quelle: Baufi24 GmbH (ots)

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