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Trinkgeld - Des einen Leid, des anderen Freud

Archivmeldung vom 18.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/Bookatable GmbH & Co.KG/Andrey Radchenko"
Bild: "obs/Bookatable GmbH & Co.KG/Andrey Radchenko"

"Stimmt so, danke!" - Ein gängiger Satz in deutschen Restaurants. Denn, obwohl die Bedienung eigentlich im Preis für Speis und Trank mit inbegriffen ist, geben Gäste gern ein paar Euro mehr für guten Service. So zumindest die Theorie, aber zahlen die Deutschen immer noch gern Trinkgeld? Oder würden sie vielleicht gern die Art und Weise ändern, wie wir hierzulande Trinkgeld geben? Genau das fragte Bookatable by Michelin, der Online-Reservierungs-Service, gut 670 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum. Und tatsächlich finden immerhin elf Prozent der Befragten den Brauch im Restaurant Trinkgeld zu geben gar nicht gut. Die weite Mehrheit honoriert jedoch guten Service auch weiterhin gern mit einem guten Trinkgeld.

34 Prozent der befragten Gäste gehen vor allem von einer schlechten Bezahlung in der Gastronomie aus und werten die Arbeit guter Servicekräfte daher gerne mit einem kleinen Bonus auf. Weitere 55 Prozent sind auch generell der Meinung, dass guter Service viel Wert ist und dass dieser entsprechend gewürdigt werden sollte. Dennoch: Immerhin knapp elf Prozent möchten eigentlich kein Trinkgeld geben. Die Gründe hierfür variieren. Ein Teil der Befragten ist der Meinung, es ist überflüssig, da das Trinkgeld bereits im Preis inbegriffen ist. Andere möchten bei ohnehin schon erhöhten Preisen nicht noch mehr Geld für das Trinkgeld liegen lassen. Andere Gäste sind wiederum unsicher. Sie tun sich schwer dabei, die richtige Höhe des Trinkgelds zu bemessen und empfinden das Zahlen allgemein im Restaurant daher als unangenehm. Dabei gilt auch in Deutschland nach wie vor die "Fünf-bis-Zehn-Prozent-Faustregel", an der man sich gut orientieren kann.

Selbsteinschätzung und Realität - Gäste geben immer weniger Trinkgeld

Obwohl die meisten Gäste laut Befragung gerne Trinkgeld geben, zeichnet eine parallel durchgeführte Befragung von knapp 60 Gastronomen ein etwas anderes Bild. Insgesamt 66 Prozent haben das Gefühl, dass die Gäste mit den Jahren immer weniger Trinkgeld geben. "Das ist insofern schade, als dass der zusätzliche Obolus in der Regel der ganzen Belegschaft und nicht nur einer Bedienung zugutekommt", sagt Thomas Bergmann, Regional Director D-A-CH bei Bookatable by Michelin. "67 Prozent der Gastronomen gaben an, dass sie das Trinkgeld eines Tages sammeln und unter allen Servicekräften und in 60 Prozent der Fälle auch unter dem Küchenpersonal aufteilen. Das Trinkgeld gibt den Gästen also eigentlich eine gute Möglichkeit, allen Menschen, die an einem schönen Restauranterlebnis beteiligt waren, zu danken."

Vielleicht würden sich manche Gäste ja dadurch wohler fühlen, wenn die Art und Weise, wie wir Trinkgeld geben, anders wäre? Das konnten allerdings 68 Prozent der Befragten nicht bestätigen. 15 Prozent fänden es besser, wenn sie beim Verlassen des Restaurants das Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen lassen könnten. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass alle Speisen und Getränke tatsächlich bereits mit einem festgesetzten Trinkgeld im Menü vermerkt sind. Dieser Überschuss sollte dann an das Personal ausgezahlt werden und die Gäste müssen sich keine Gedanken mehr über die Höhe des Trinkgelds machen. Zwölf Prozent würden diese Variante bevorzugen. Immerhin je zwei Prozent der Gäste würden Trinkgeld gern per App bezahlen oder aber direkt bereits beim Betreten eines Restaurants, damit man sich gut um sie kümmert. Bei Stammlokalen einmal im Monat pauschal Trinkgeld zu geben oder nicht immer nur mit Geld, sondern auch in Form von Naturalien den Basislohn aufzustocken, ist für die Restaurantgäste jedoch keine Option.

Quelle: Bookatable GmbH & Co.KG (ots)

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