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2013 fast sechs Millionen Straftaten in Deutschland

Archivmeldung vom 02.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

In Deutschland sind im vergangenen Jahr 5,961 Millionen Straftaten polizeilich erfasst worden. Die Aufklärungsrate stieg um 0,1 Prozent auf 54,5 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen stagniert bei rund 2,1 Millionen. Das geht nach einem Bericht der "Welt" aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2013 hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin vorstellen wird.

Einen Rückgang gab es demnach bei der Gewaltkriminalität: Sie sank um 5,3 Prozent auf 184.847 Fälle. Darunter waren 127.869 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Außerdem wurden 2.122 Fälle von "Mord und Totschlag" registriert, von denen die Polizei fast 96 Prozent aufklären konnte. Die Polizei kann das Eigentum der Bürger immer schlechter schützen: So weist die PKS einen Anstieg beim Kfz-Diebstahl aus. 37.427 Autos wurden gestohlen, ein halbes Prozent mehr als im Vorjahr. Hier betrug die Aufklärungsquote 26,1 Prozent. Der Taschendiebstahl nahm um 15,6 Prozent auf 135.617 Fälle zu. Die Aufklärungsquote: 5,7 Prozent. Die Zahl der Wohnungseinbrüche schnellte um 3,7 Prozent auf 149.500 empor. Das ist der höchste Stand der vergangenen fünfzehn Jahre. Zugleich sank die Aufklärungsquote (15,5 Prozent) auf den schlechtesten Wert seit Mitte der neunziger Jahre.

"Wir brauchen eine konzertierte Aktion der Länder, um erfolgreicher gegen diese Form der Kriminalität vorzugehen", sagte CDU-Parteivize Thomas Strobl der "Welt". Die zunehmende Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten zum Schutz vor Einbrechern müsse "ein Weckruf für alle Innen- und Justizminister" sein. Es dürfe "nicht so weit kommen, dass das Gewaltmonopol des Staates keine Akzeptanz mehr findet." Die Zahl der Drogendelikte stieg um 6,9 Prozent auf 253.525 Fälle.

Die gefährlichste Großstadt Deutschlands ist Frankfurt am Main. Sie trägt mit 16.292 Straftaten pro 100.000 Einwohner erneut den inoffiziellen Titel "Hauptstadt des Verbrechens". Statistisch betrachtet ist damit jeder sechste der fast 700.000 Frankfurter einmal jährlich Opfer eines Verbrechens. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Main-Metropole ein berüchtigtes Rotlichtviertel und den größten deutschen Flughafen hat. Den zweiten und dritten Platz dieser Rangliste belegen Köln (15.009 Taten) und Berlin (14.908).

In Ostdeutschland ist Leipzig erneut die unsicherste Stadt. Sicherste Stadt bleibt wie schon in den Vorjahren München (7.395). Damit wird in der Landeshauptstadt statistisch nur gut jeder 13. Opfer eines Verbrechens. Das ist mit deutlichem Abstand vor allen anderen Städten der beste Wert.

Das Ranking der Bundesländer zeigt, dass das Risiko, einem Dieb, Einbrecher oder Mörder zum Opfer zu fallen, regional höchst unterschiedlich ist. Es gibt ein starkes "Nord-Süd-Gefälle".

Die höchste Kriminalitätsrate verzeichnen die Stadtstaaten Berlin (14.908 Straftaten pro 100.000 Einwohner), Hamburg (13.724) und Bremen (13.059). Dann folgen die Flächenstaaten Sachsen-Anhalt (8.581) und Nordrhein-Westfalen (8.459). Bayern ist schon traditionell das sicherste Land (5.073 Taten). Ebenfalls gut schneiden Baden-Württemberg (5.450) und Hessen (6.429) ab.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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