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Sparkasse Bonn sponsert ein fragwürdiges Projekt: Wie aus Umwelterziehung Umerziehung wird

Archivmeldung vom 12.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Reischuster.de / Eigenes Werk
Bild: Reischuster.de / Eigenes Werk

In Bonn können Grundschulkinder der 3. Klasse jetzt in den Maiwochen einen „Klimaführerschein“ machen. Was das mit Führerschein zu tun hat, wissen wir zwar nicht. Aber es reicht ja, dass hochtrabend eine „Bürgerstiftung Bonn, Stiftung Bonner Klimabotschafter“ dahintersteht. Dies schreibt Josef Kraus im Magazin "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Kraus: "Sie hat mit Unterstützung eines Comiczeichners und einer Grundschullehrerin ein Heft entwickelt, mit dem das Klima gerettet werden soll. Gesponsert wird die Sache von der Sparkasse Köln/Bonn.

Das Heftchen beginnt holprig mit einem Song, der sich wie folgt reimt: „Unser Klima wandelt sich, das betrifft auch dich und mich! Helft alle mit, tut euren Teil, tragt zu dem Klimaschutz mit bei!“ Dann folgen sieben Kapitel zu Klima, Strom, Recycling, Transport, Ernährung, Heizen, Wasser – „dazu lustige Spiele und Rätsel“.

Natürlich darf ein netter Eisbär namens BO nicht fehlen. Er hatte die Arktis verlassen, weil es dort zu warm geworden war; er war offenbar das Nordmeer und die Nordsee und den Rhein stromaufwärts geschwommen und hatte in Bonn Unterschlupf bei dem Löwen BONNI gefunden. BO wird denn auch sofort Aktivist: Er schaltet in BONNIs Haus Elektrogeräte ab und hält Plädoyers für Windkraft, Sonnenlicht, Wasserkraft und Erdwärme.

Am Ende sollen die Kinder 26 Aufgaben lösen. Sie sollen zum Beispiel alle Glühbirnen zu Hause zählen und dabei zwischen normalen und Energiesparlampen unterscheiden. Oder darauf achten, dass Ladegeräte elektrischer Geräte nach dem Aufladen aus der Steckdose gezogen werden. Oder mit den Eltern nur einheimische Sachen im Supermarkt einkaufen. Oder die Energieeffizienz-Klasse des Kühlschranks der Familie notieren und mal fleischlos kochen. Oder nachschauen, ob Schulhefte aus Recyclingpapier sind. Und, und, und…

Zitieren wir eine der „Aufgaben“ wörtlich: „Du stehst vor dem Kühlschrank. Bevor du die Tür öffnest, überlege dir, was du herausholen willst. Wer rätselnd vor der offenen Kühlschranktür steht, lässt die kalte Luft entweichen – und der Kühlschrank benötigt viel Energie, um den Innenraum anschließend wieder zu kühlen. Klebe gut sichtbar den BONNi & BO-Aufkleber Nummer 2: TÜR ZU – MIR WIRD WARM! an die Kühlschranktür. (Frage deine Eltern aber zuerst um Erlaubnis! Falls du den Aufkleber nicht auf den Kühlschrank kleben darfst, kannst du ihn auch auf ein Blatt kleben und am Kühlschrank befestigen.)“

Will sagen: Kinder, Eltern, wenn ihr Strom verbraucht oder den Müll nicht trennt, sterben Eisbären. Dass die Population der Eisbären realiter zunimmt, spielt keine Rolle.

Für jede erledigte Aufgabe erhalten die Kinder von ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer einen Stempel in ihr BONNi & BO-Klimasparbuch. Ist das „Sparbuch“ schließlich voll, übergibt ihnen Ashok Sridharan, bis 2020 Oberbürgermeister von Bonn und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, ein scheckkartengroßes Kärtchen: den BONNi & BO-Klimaführerschein. Das heißt, sie dürfen sich dann „Bonner Klimabotschafter“ nennen. Das ist doch mal was, wenn die Acht-/Neunjährigen schon – bedingt durch Corona – Hunderte von Stunden an Präsenzunterricht nicht bekamen. Aber was zählen Einmaleins und Rechtschreibung, wenn es um die Rettung der Welt geht?!

Fazit: Angeblich geht es hier um „Umwelterziehung“, aber wir können die vier Buchstaben „welt“ auch getrost weglassen, dann sehen wir: Es geht um Umerziehung, wie wir sie in indoktrinär geführten Systemen kennen. Und es geht darum, dass sich Kinder schuldig fühlen und dass sie – wie eben in gewissen Systemen üblich – ihre Eltern erziehen. Die Kinder sollen den Eltern auf die Finger schauen. Naiv ehrlich wie sie nun mal in diesem Alter sind, werden sie im Unterricht von zu Hause erzählen und vom CO2-Fußabdruck ihrer eigenen Eltern berichten. Erinnerungen werden wach: Schauen Eure Eltern Westfernsehen? Hören Eure Eltern BBC?

Quelle: Reitschuster

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