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Politiker sprechen sich gegen Erdogan-Auftritt in Köln aus

Archivmeldung vom 16.05.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Recep Tayyip Erdoğan, 2012
Recep Tayyip Erdoğan, 2012

Foto: Gobierno de Chile
Lizenz: CC-BY-3.0-cl
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Türkei haben sich mehrere Politiker gegen einen für den 24. Mai geplanten Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Kölner Lanxess-Arena ausgesprochen.

"Ich halte den Besuch in Ablauf und Inhalt für abwegig und unangemessen", sagte der nordrhein-westfälische Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) der W.A.Z. (Freitagsausgabe). "Der Besuch kommt einem Missbrauch des Gastrechts nahe. NRW ist der falsche Ort für Erdogans Wahlkampfauftritte."

Der Besuch habe erkennbar mit Erdogans Ansinnen zu tun, neuer Präsident der Türkei zu werden. "Einen Tag vor dem deutschen Europawahltag eine türkische Erdogan-Huldigungsshow in Köln zu veranstalten, ist inakzeptabel", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer "Spiegel Online". "Wahlkampfschlachten" des türkischen Ministerpräsidenten dürften nicht nach Deutschland verlagert werden.

Erdogan soll in Köln zum 10-jährigen Bestehen der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) reden. In Nordrhein-Westfalen leben die meisten der fünf Millionen in Deutschland wohnenden Auslandstürken. Bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei am 10. August können erstmals auch im Ausland lebende Türken ihre Stimme abgeben.

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde kritisiert Erdogan scharf

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, hat den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan scharf kritisiert. Sollten sich die Vorwürfe, er habe Landsleute geschlagen, bewahrheiten, müsse es Konsequenzen geben: "Dann müsste Erdogan sich entschuldigen und zurücktreten", sagte Sofuoglu der "Bild-Zeitung" (Samstag).

Er rechne allerdings nicht mit diesem Schritt. "Ein Staatsmann muss seine Aggressionen unter Kontrolle haben" so Sofuoglu. "Ein Staatsmann darf nicht handgreiflich werden. Das geht nicht." Er stehe mit seiner Kritik am Auftreten Erdogans in Soma, wo sich am Dienstag ein schweres Grubenunglück mit über 280 Toten ereignet hatte, nicht alleine: "Ich höre von vielen Türken ihn Deutschland, dass sie empört sind über Erdogans Vergleiche mit Grubenunglücken im 19. Jahrhundert", sagte Sofuoglu der "Bild".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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