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„Höllenhund“ soll Corona-Angst am Leben erhalten

Freigeschaltet am 24.11.2022 um 15:16 durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

Hunde, die bellen, beißen nicht, heißt es in einer Redensart. Und da die Weisheiten des Volksmundes in aller Regel zumindest einen wahren Kern haben, muss man sich wohl auch vor dem „Höllenhund“ keine allzu großen Sorgen machen. Denn so bedrohlich die Bezeichnung für die neue Corona-Variante BQ.1.1 auch klingen mag, so harmlos scheint der Nachfolger von BQ.5 bei nüchterner Betrachtung der Faktenlage zu sein. Dies berichtet Kai Rebmann auf dem Portal "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Rebmann: "Das Robert Koch-Institut (RKI) hindert das aber nicht daran, in seinen Wochenberichten vor einer rasanten Ausbreitung der Mutation zu warnen, deren Name an den Cerberus aus der griechischen Mythologie angelehnt ist. Von einer „Vervierfachung des Anteils in den letzten vier Wochen“ ist da unter anderem die Rede. Das mag zwar stimmen, ist aber trotzdem nicht einmal halb so alarmierend, wie es klingen soll.

Denn: Sowohl die Zahl der Neuinfektionen und die 7-Tage-Inzidenz als auch alle sonstigen Marker sind seit Wochen auf dem Rückzug. Dass all dies mitten im Herbst passiert, wird von den Medien ebenso verschwiegen wie die Tatsache, dass all dies auch noch nahezu ohne irgendwelche Maßnahmen geschieht. Spätestens jetzt müsste die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Lockdowns, Schulschließungen und Berufsverboten von Journalisten jeglicher Couleur auf das Schärfste hinterfragt werden. Aber: Fehlanzeige! Stattdessen schwenken die Medien einmal mehr in die Panikmache des RKI und seines obersten Dienstherrn Karl Lauterbach (SPD) ein. Zu den vielleicht traurigsten Beispielen gehört dabei die „Frankfurter Rundschau“ (FR). Fachleute seien „alarmiert“ und „beunruhigt“, heißt es dort gleich in der Überschrift. Oder: „Höllenhund BQ.1.1 verbreitet sich rasant“. Noch ein Beispiel gefällig? Gleich im ersten Absatz warnt die FR, dass die neue Variante „in Europa noch vor Ende November für die nächste große Welle verantwortlich sein wird.“

Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um einen tagesaktuellen Artikel. Bei der genauen Definition der Angabe „vor Ende November“ gibt es zwar gewisse Spielräume, man wird sich aber wohl darauf einigen können, dass dieser Zeitpunkt bereits erreicht sein dürfte. Stand heute (23. November 2022) liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei gerade noch 177,9 – Tendenz seit Wochen sinkend. Vom Auftürmen der x-ten Welle ist weit und breit nichts zu sehen. Erst gegen Ende des Artikels, also an weitaus weniger prominenter Stelle, gibt die FR dann doch noch Entwarnung. Dort erfahren die Leser dann, dass sich der „Höllenhund“ anschickt, auch in Deutschland und Europa die dominante Variante zu werden – und mehr nicht. Keine schweren Verläufe, keine überfüllten Kliniken und erst recht keine Toten. Sämtliche Äußerungen der zitierten Fachleute gehen in genau diese Richtung, wegen der vermeintlichen Gefährlichkeit „beunruhigt“ oder gar „alarmiert“ zeigt sich hingegen kein einziger Experte, der in dem Artikel zu Wort kommt.

Viel Lärm um nichts

Eine derartige Berichterstattung ist natürlich ganz nach dem Geschmack von Karl Lauterbach und den letzten noch verbliebenen Coronisten, die unerschrocken an der Seite des Bundesgesundheitsministers streiten. Dabei gibt es auch Experten, die den „Höllenhund“ durchaus passend einzuordnen wissen. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, gab gegenüber der dpa zwar zu Protokoll, dass „Höllenhund kein geeigneter Name“ für die Variante BQ.1 bzw. deren Sublinie BQ.1.1 sei. Leider schaffte es dieser eigentlich nicht unwichtige Hinweis aber weder bei der FR noch bei den meisten anderen Medien in deren Berichterstattung zu diesem Thema.

Unter dem Strich bleibt also die Erkenntnis, dass das mit Abstand bedrohlichste Merkmal der neuen Variante deren in Politik, Medien und Teilen der Wissenschaft über Gebühr gehypte Bezeichnung ist. Selbst Hofvirologe Christian Drosten – man höre und staune – musste inzwischen einräumen, dass sich Corona immer mehr in eine „Einbahnstraße“ entwickelt, sprich in die endemische Phase übergegangen ist. Damit folgt Corona dem Beispiel zahlloser anderer Virenstämme, die zwar tendenziell immer ansteckender wurden, aber in praktisch keinem Beispiel immer gefährlicher. An diesem Fakt können weder die von Karl Lauterbach seit Monaten heraufbeschworenen Killervarianten noch furchteinflößend klingende Namensgebungen rütteln. Und deshalb wird sich auch der „Höllenhund“ am Ende des Tages als Schoßhündchen erweisen und brav mit dem Schwanz wedeln – ganz wie die linientreuen Medien, die aktuell so eifrig über den Cerberus berichten."

Quelle: Reitschuster

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