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Die wahre Ursachen der Pocken: Analyse von Dr. Oidtmann - Teil 1

Archivmeldung vom 25.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Impfkritik.de / Eigenes Werk
Bild: Impfkritik.de / Eigenes Werk

Trotz der fast vollständigen Durchimpfunge der damaligen Bevölkerung kehrte die Geißel nach sechzigjährigem Pockenfrieden im Jahre 1870 nach Deutschland zurück. Die offiziellen Schuldigen: die wenigen ungeimpften Säuglinge. Dr. Heinrich Oidtmann kam als einer der Wenigen zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Nachfolgend der erste Teil einer Publikation aus dem Jahr 1882. Ähnlichkeiten mit aktuellen Ereignissen sind sicherlich reiner Zufall. Dies berichtet der Medizinjournalist Hans U. P. Tolzin auf dem Portal "Impfkritik.de".

Weiter berichtet Tolzin: "Aus Dr. Heinrich Oidmann, 1882: Geschichte der Pocken: ein Culturkampf der Medicin - Faksimile-Nachdruck von 2021, Universitätbibliothek Regensburg
Teil 1

Bild: Impfkritik.de / Eigenes Werk

Zitat:

Nach sechzigjährigem Pockenfrieden erschienen in Deutschland im Jahre 1870 als längst vergessener Gast  in epidemischer Ausbreitung die Blattern. Ein Jahr vorher schon waren sie in verschiedenen Küstenländern, namentlich in Hafenplätzen, aufgetaucht, so in Marseille, Havre, Antwerpen, London.

Auf den aufmerksamen Beobachter musste namentlich der letztere Umstand den Eindruck machen, dass das Pockengift (ähnlich wie die Trichinen in den amerikanischen Schinken) durch den Schiffsverkehr in irgend einer Massenware nach Europa plötzlich eingeführt worden sei, dass also die Pocken in Europa buchstäblich gelandet waren.

Auffallend war es nur, dass von allen seefahrenden Völkern Schweden das einzige Land war, welches bei der ersten Pockeninvasion im Jahre 1869 leidlich verschont blieb, - eine Ausnahme, welche von den ärztlichen Gelehrten noch im Jahre 1872 so gedeutet wurde, als ob in Schweden die dort sein 1816 musterhaft durchgeführte Kuhpockenimpfung die Bevölkerung vor den Pocken geschützt hätte; doch sollte diese Annahme schon vier Jahre später durch die verheerenden Pockenepidemien von 1873/74 sich für Schweden als irrig erweisen.

Kurz, von dieser Ausnahme abgesehen, können wir sagen, dass Europa schon im Jahre 1869 von einem Küstengürtel kleinerer und größerer Pockenherde in den Hafenstädten eingeschlossen war, und dass die Kreise der befallenen Strecken sich immer enger zog.

Die Medizinal-Verwaltungen in den deutschen Landen hatten damals schlecht Wacht gehalten, sonst hätten sie erkennen müssen, dass die Pocken vom Jahre 1870 nicht, wie man lange Zeit annahm, französischen, sondern überseeischen Ursprunges, dass sie in den Hafenplätzen ans Land gestiegen waren und von hier aus auf ganz bestimmten, nachweisbaren Verkehrswegen ihre Wanderung binnenwärts bis in das Herz von Deutschland hinein fortgesetzt hatten.

Einer internationalen Seuchenwacht, wenn eine solche damals bestanden hätte, würde dieser eigentümliche Zug der Epidemie, welcher an den Handelsverkehr sich anheftete, nicht verborgen geblieben sein.  So aber wurden die Träger des überseeischen Pockengiftes unerkannt und daher unbeantwortet, wie wir gleich sehen werden, von den Küstenländern aus über ganz bestimmte Industrieplätze nach Deutschland gleichsam hineingeschmuggelt.

In allen Ländern sahen wir die Sanitätsbehörden seltsamer Weise nur nach ungeimpften, gesunden Wickelkindchen fahnden und sie verfolgen, als wären sie die Pockenanstifter, während man die mit Pockengift gesättigten Sachen unbehelligt in den freien Verkehr übertreten ließ.

Allerseits hörte man unter Ärzten und Laien die Frage: Woher kommen uns auf einmal die Pocken? War diese Krankheit nicht durch die Impfung für immer verbannt? Die Staats- und Katheder-Mediziner hatten ihre Antwort bereit: Die Pocken sind entstanden, - so verkündeten die Gelehrten, - aus einer Anhäufung ungeimpfter Individuen. Unbekümmert, ob die letztere Annahme auch wahr sei, ob wirklich damals eine außergewöhnliche Anhäufung ungeimpfter Individuen bestanden habe, machte man ohne Weiteres die noch nicht geimpften Säuglinge für das ganze Pockenelend Europas verantwortlich.

Und doch hatte selbst das königliche statistische Büro in Berlin durch Herrn Dr. Guttstadt der Stadt Berlin und der Bevölkerung Preußens das Zeugnis ausgestellt, dass 92-96% ihrer Bevölkerung geimpft sei, somit eher von einer Anhäufung geimpfter und wiedergeimpfter, als ungeimpften Individuen geredet werden könne.

Unbekümmert darum, dass – laut den Urpockenlisten der Bürgermeistereien – überall keineswegs die beschuldigten ungeimpften Kindchen, sondern nur Geimpfte und Wiedergeimpfte es waren, welche, unter den Augen der behandelnden Ärzte, zuerst und am Massenhaftesten erkrankten, klagte man dennoch nicht diese, sondern die noch nicht geimpften Kindchen, also gesunde, unbescholtene Säuglinge an, die Schuld an dem Ausbruche und der Weiterverbreitung der Pocken zu tragen, - eine Beschuldigung, welche an Gehässigkeit und Frivolität alle mittelalterlichen Verfolgungen schuldloser Hexen überbietet.

Doch es sollte in Deutschland bei der Beschuldigung nicht bleiben; die sich liberal nennende Majorität des Reichstages sprach, ohne die Gegenbeweise anzuhören, ja ohne sogar den Anklägern die Schuldbeweise abzufragen, über die Millionen unschuldiger Wesen das Schuldig aus.

Es wurde im Jahr 1874, unter dem Widerspruch des Zentrums, ein drakonisches Staatsgesetz, das Impfgesetz, geschaffen, wonach jeder neugeborene Mensch zur vorbeugenden Entgiftung mit einer vergifteten Impflanzette verfolgt werden soll.

Nicht genug, dass durch den Erlass dieses seltsamsten aller Zwangsgesetze aus der nationalliberalen Ära die ganze Klasse der Kinder unter 2 Jahren gleichsam in die Reichsacht getan war: wir sehen auch von diesem Augenblicke an in der ärztlichen Wissenschaft, in der Medizinal-Verwaltung, in dem ärztlichen Vereinsleben und in der ärztlichen Praxis einen faulen Stillstand im Forschen nach der wirklichen Ursache der Pocken eintreten.

Die Fragen „woher kommen die Pocken?“ und „durch was werden sie weiter verbreitet?“ waren für die Herren jetzt müßige Fragen geworden; das induktive Forschen nach einer natürlichen Ursache des Kommens und Verschwindens der Epidemien galt als unberechtigter Vorwitz.

Bild: Impfkritik.de / Eigenes Werk

War den Herren doch vorausgesagt worden, und glaubten sie doch sich überzeugt zu haben, dass das Ungeimpftsein einiger Menschen ganz allein die Ursache sei, wenn die Gesamtheit, wenngleich geimpft und wiedergeimpft, von den Pocken heimgesucht werde. Die Wissbegierde der Medizinerwelt war vollkommen befriedigt, oder besser gesagt, abgefunden.

Hätte man damals ein Auge gehabt für die topographische und geographische Reihenfolge der Pockenausbrüche in den verschiedenen Ländern und für die Gleichzeitigkeit vieler Ortsepidemien in den entlegenen Gegenden, man hätte selbst vom Standpunkte der Verfechter der Impfschutztheorie sich dem Eindruck nicht verschließen können, dass außer dem negativen Moment, dem Nichtgeimpftsein eines kleinen Bruchteiles der Bevölkerung, doch auch noch eine erkennbare positive Schädlichkeit existieren müsse, welche dem plötzlichen Auftreten der Pandemie vorangegangen sein musste, und zwar eine Schädlichkeit, welche erkennbar war, und welche auf dem ermittelten Wanderwegen alle die Länder überflutet hatte.

Es musste zwischen der früheren pockenfreien Zeit von 1809-1870 und den Pockenjahren 1870/73 etwas Großartiges eingeschoben stehen, was, wenn auch noch nicht erkannt, als die natürliche Ursache der Pocken gelten musste. Und dieses großartige „Etwas“ nicht gesehen zu haben, wiewohl es vor aller Augen lag, das gereicht der vornehmen Heilkunde der Jetztzeit für immer zur Beschämung.

Besonnenheit den Pocken gegenüber war in den Seuchenjahren, 1870-73, wirklich mehr bei den Bürgermeistern als bei den Ärzten und Medizinalbeamten zu Hause, die Ärzte hatten den Kopf verloren. So wohnte in meiner Nähe ein Dorfbürgermeister, in dessen Bezirk die Pocken ausgebrochen und nur Geimpfte und Wiedergeimpfte ergriffen und getötet, dagegen alle Ungeimpfte verschont geblieben waren.

Dieser Herr machte an den königlichen Regierungs- und Medizinalrat in Aachen über die Seuche einen Bericht, welcher alle damaligen Ärzte ob ihrer Angst vor „ungeimpften Individuen“ beschämt. Er meldete nämlich, dass in den verschiedensten Dorfvierteln nur in denjenigen Familien und nur bei denjenigen Personen die Pocken ausgebrochen seien, welche sich mit dem Sortieren fremder Lumpen für die Papierfabrik beschäftigt hatten, und beantragte eine Überwachung des Lumpenverkehrs.

Die königliche Medizinal-Verwaltung gab auf diesen einzig vernünftigen Vorschlag gar keine Antwort, sondern befahl sofort eine nochmalige Massenimpfung der doch bereits so musterhaft durchgeimpften Bevölkerung.

Dieser Bürgermeister war übrigens nicht der einige; ich könnte mehrere namhaft machen, welche damals über die Verblendung der Ärzte, die Schuld für die Pockenepidemien bei den ungeimpften Kindern zu suchen, den Kopf schüttelten. Besaßen doch gerade die Bürgermeister in den auf ihrem Büro zusammenlaufenden Erkrankungsanmeldungen, also in den amtlichen Pockenjournalen, ergänzt durch die Impflisten, die unanfechtbaren Beweise für die Schuldlosigkeit der von den Ärzten angeklagten ungeimpften Säuglinge bei dem Zustandekommen der Pocken.  

Kurz, damals war niemand bezüglich der Quelle des Pockengiftes schlechter unterrichtet und mehr von Vorurteil befangen, als die Ärzte.

Die moderne Heilkunde sucht – wie das u. a. aus dem diesjährigen Preisausschreiben für die Diphtheriefrage hervorgeht, - die Ursachen der Volkskrankheiten auf drei Forschungswegen herauszubringen, nämlich 1) auf dem klinischen, 2) auf dem pathologisch-anatomischen Wege, 3) durch das Experiment.

Alle diese drei Wege sind falsche, sie sind nicht allein für die Diphtherie, sondern auch für die Pockenfrage und für alle ähnlichen Fragen nichts wert, ja sie sind geeignet, - wenn nicht Zufall den Ärzten die Lösung der Frage in den Schoß wirft – immer weiter vom richtigen Wege abzuführen.

Die Klinik kann keine Auskunft geben, weil die volkswirtschaftlichen Schädlichkeiten, aus welchen eine Epidemie entsteht, schon fernab von dem Gebäude der Klinik, nämlich innerhalb der Familien liegen, und sich hier bereits abgespielt hatten, bevor die Erkrankten in dem Spital Aufnahme fanden.

Die pathologische Anatomie steht wohl den Zerstörungsausgängen des Krankheitsprozesses nahe, aber um so ferner seinen Anfängen und gar seinen Ursachen. Das „Experiment“ endlich kann wohl eine Ursache, welche bereits auf anderem Wege aufgefunden ist, bestätigen, die Wirkung erklären, aber  zum Suchen nach der unbekannten Ursache fehlt auch dem Experiment jedwede Handhabe.

Wir sehen also, dass beim Ausbruche der Pockenepidemie die ganze Richtung unserer Staats- und Kathedermedizin nicht geeignet war, den Studierenden der Heilkunde und den Ärzten die nötige Findigkeit zum Aufdecken der Ursachen der Pocken beizubringen. Zitatende."

Quelle: Impfkritik

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