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Fettleber: Strategien für ein "lebergesundes" Leben

Archivmeldung vom 06.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Wort & Bild Verlag Fotograf: Wort & Bild Verlag
Bild: Wort & Bild Verlag Fotograf: Wort & Bild Verlag

Fettleber ist eine Volkskrankheit - und obwohl sie schwere Folgen nach sich ziehen kann, wird sie oft unterschätzt. "Leider wird die Fettleber immer noch häufig als Kavaliersdelikt abgetan", klagt Professor Ali Canbay, Direktor der Medizinischen Klinik an der Uniklinik Bochum. Wie eine Fettleber entsteht, wie man dieser Krankheit des wichtigen Stoffwechselorgans vorbeugen und "lebergesund" leben kann, zeigt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Fruchtzucker ist besonders schädlich für die Leber

Die Zahlen erschrecken: 20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an einer Fettleber. Die langfristigen Folgen: Einerseits kann das Leiden zu einer Entzündung, einer Vernarbung und schließlich zum Versagen des Organs oder zu Leberkrebs führen. Andererseits erhöht es spätestens im Stadium einer Entzündung das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich. Die Ursachen der Fettleber können vielfältig sein: zu viel Alkohol, virusbedingte Entzündungen, Nebenwirkungen mancher Medikamente, andere Erkrankungen, genetische Faktoren. Als inzwischen häufigster Auslöser jedoch gilt eine falsche und zu reichhaltige Ernährung.

Bei der Entstehung einer Fettleber kommt es auch darauf an, wie die Nahrung zusammengesetzt ist. Als besonders nachteilig gilt Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, also ausgerechnet jener Zucker, der bis vor wenigen Jahren als ausgesprochen gesund galt. Sofern es nicht wieder verbrannt wird - etwa durch körperliche Aktivität -, verbleibt das Fett in der Leber. "Fruktose allein kann auf diese Weise eine Fettleber verursachen, auch wenn man gar nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt", warnt Professorin Elke Roeb, Gastroenterologin und federführende Autorin der deutschen Leitlinie zur Fettleber. Obstsäfte sollte man deshalb meiden, da sie hochkonzentriert Fruktose enthalten - ebenso wie viele Fertiggerichte.

Betroffene profitieren, wenn sie ein paar Kilo verlieren

Gut für die Leber ist dagegen eine ausgewogene Kost. Hierzu sollte man möglichst viel selbst kochen und frische Zutaten verwenden. Weitgehend meiden sollten Menschen mit Fettleber alkoholische Getränke. Achtung: Wer an einer alkoholischen Fettleber leidet, muss strikt auf Alkohol verzichten. Andernfalls droht die dauerhafte Zerstörung des Stoffwechselorgans.

Hilfreich für die Lebergesundheit ist Bewegung, die das innere Bauchfett und das Leberfett schwinden lässt. Ausdauersport ist gut, aber auch zügiges Spazierengehen hilft bereits. Entscheidend ist, möglichst viel Bewegung in den Alltag zu bringen, also Treppen zu steigen statt Aufzug zu fahren oder Einkäufe in der Nähe zu Fuß zu erledigen. Viele Menschen mit Fettleber haben Übergewicht - und profitieren davon, wenn sie ein paar Kilo abspecken.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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