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Unfall, Zahn weg - Was tun?

Archivmeldung vom 05.08.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: obs/AXA Konzern AG
Bild: obs/AXA Konzern AG

Wer zum Beispiel durch einen Sportunfall einen bleibenden Zahn verliert, lässt ihn entweder arglos liegen oder bringt ihn in die heimische Asservatenkammer und vereinbart einen Zahnarzttermin als ersten Schritt zum Zahnersatz.

Annähernd drei von vier Personen würden so handeln. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Psychonomics. "Dieses Ergebnis ist deshalb besorgniserregend, weil hier eine große Chance vertan wird", erläutert Klaus Tekniepe, Sprecher der AXA Krankenversicherung, die die Studie in Auftrag gegeben hat.

Unwissen führt zu Untätigkeit

Ein Zahn lässt sich nämlich durchaus einsetzen und kann wieder anwachsen, wenn er nach dem Verlust sachgemäß aufbewahrt wird. Der Studie zufolge wissen aber nur 28 % der 2000 Befragten, dass diese Möglichkeit besteht. 80 % dagegen bejahten die Frage, ob Knochen wieder zusammenwachsen können, 84 % sogar wissen, dass abgetrennte Hautstücke wieder anwachsen können.

AXA interessierte sich speziell auch dafür, was Eltern über wieder einsetzbare Zähne wissen. Die Befragten mit Kindern zwischen sechs und 16 Jahren waren geringfügig besser informiert. Von diesen gaben 35 % an, ein verloren gegangener Zahn ihres Kindes ließe sich retten. Gerade bei Heranwachsenden in diesen Altersstufen lohnt der Rettungsversuch besonders. Denn Zahnersatz ist nur als Provisorium möglich und muss dem sich entwickelnden Kiefer in der Regel mindestens alle ein bis zwei Jahre angepasst werden. Es drohen Kieferfehlstellungen und Sprechschwierigkeiten, die logopädisch zu behandeln sind. Zahnrettung erspart also dem jugendlichen Unfallopfer viel künftiges Ärgernis und den Eltern, Unfallkassen sowie Krankenversicherungen unnötige Ausgaben.

Voraussetzung dafür, dass der Zahnarzt den Zahn erfolgreich wieder einsetzen kann, ist seine richtige Behandlung und Aufbewahrung in der Zeit zwischen Unfall und Besuch in der zahnärztlichen Praxis. Zu beachten ist in jedem Fall: Zahn

* sofort bergen,

* nicht an der Wurzel anfassen,

* nicht reinigen oder desinfizieren,

* in eine Zahnrettungsbox legen

* oder hilfsweise in H-Milch.

Die Zahnrettungsbox - für längeres Überleben der Zähne nach Unfällen

In H-Milch überlebt der Zahn höchstens zwei Stunden. Das ist sehr wenig Zeit. Besser ist die Zahnrettungsbox. In ihr kann der Zahn bis zu 48 Stunden überleben. Doch wer hat eine solche Zahnrettungsbox in Griffweite? Denn auch die Zeit,um den Zahn in das rettende Medium - sei es die Box oder H-Milch - zu bringen, ist gering bemessen. 20 Minuten sollten auf keinen Fall überschritten werden, weniger als fünf Minuten wären optimal. "Dies ist der Grund, warum sich die AXA Krankenversicherung für die Verbreitung der Zahnrettungsbox einsetzt und für die Aufklärung, was bei Zahnunfällen zu tun ist", begründet Tekniepe das Engagement des Versicherers. "Wir unterstützen das Projekt Zahnexperten24, das sich die bundesweite Verbreitung der SOS-Zahnbox zum Ziel gesetzt hat." Es sei zunächst an die Versorgung der Schulen und öffentlichen Bäder, später dann der Kindergärten und Sportvereine gedacht. "Wenn wir Sponsoren gefunden haben, beginnt die Erstausstattung. So haben zum Beispiel alle hessischen Schulen bereits im Dezember 2008 durch die hessische Unfallkasse Zahnrettungsboxen erhalten. Mit unseren Statistiken über erfolgreiche Zahnrettungen wollen wir dann nachweisen, dass sich erhebliche Kosten mit der Rettung von Zähnen einsparen lassen. Letztlich wollen wir erreichen, dass sich die übrigen eigentlich zuständigen Unfallkassen für die flächendeckende Ausstattung der Schulen mit Zahnrettungsboxen verantwortlich fühlen", beschreibt Jörg Knieper von Zahnexperten24 das Projekt und fügt hinzu: "Dass uns mit AXA eine private Krankenversicherung unterstützt, begrüßen wir sehr und hoffen, dass sich weitere Kostenträger engagieren."

Regional begrenzt im Raum Köln-Bonn hat AXA die Verteilung der Boxen selbst übernommen. "Es bestätigt uns, dass die Box nur wenige Stunden nach ihrem Eintreffen in der Bonner Ketteler Grundschule bereits erfolgreich zum Einsatz kam", freut sich der Sprecher des Versicherers und kündigt gleich eine weitere Aktion an. "Kunden, die zwischen September und Dezember 2009 bei AXA zwei Zusatztarife abschließen - einen für Zahnbehandlung und einen für Wahlleistungen im Krankenhaus -, erhalten die Box gratis."

Quelle: AXA Konzern AG

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