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Viele Autofahrer reagieren unsicher auf schmalen Baustellenfahrstreifen

Archivmeldung vom 08.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de
Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Das Fahren in Autobahnbaustellen löst bei vielen Autofahrern Stress, Beklemmung und sogar Angst aus. 2012 kamen bei Unfällen in Autobahnbaustellen zwölf Menschen ums Leben, die Zahl der Unfälle mit Personenschäden belief sich auf rund 1 100. In jedem Fall erfordern die verringerten Fahrstreifenbreiten die volle Konzentration der Fahrer um seitliche Kollisionen zu vermeiden.

Besonders unangenehm empfinden viele Autofahrer das Fahren auf der linken Fahrspur. Normalerweise sind Fahrstreifen dreieinhalb Meter breit, in zahlreichen Baustellen schrumpfen sie auf 2,50 Meter Breite. Wegen des vorgeschriebenen seitlichen Sicherheitsabstands von jeweils 25 Zentimetern dürfen diese Fahrstreifen nur von Autos befahren werden, die inklusive Außenspiegel höchstens zwei Meter breit sind. Der ADAC rät deshalb, sich über die tatsächliche Breite des eigenen Fahrzeugs zu informieren - zur eigenen Sicherheit, aber auch um ein Bußgeld zu vermeiden. Immerhin sind 70 Prozent der neu zugelassenen Pkw mit Außenspiegel breiter als zwei Meter. Der in den Fahrzeugpapieren eingetragene Wert gibt nur die Breite ohne Außenspiegel an.

Wichtige Tipps, um sicher durch die aktuell rund 600 Kilometer Autobahnbaustellen in Deutschland zu kommen, hat der ADAC zusammengestellt:

  • Autofahrer sollten sich vor der Fahrt über Baustellen und etwaige Ausweichstrecken erkundigen. So können auch Staus vor Baustellen umfahren werden.
  • Verkehrsvorschriften wie Tempolimit und Überholverbot müssen befolgt werden.
  • Versetztes Fahren und der Verzicht auf unnötige Überholmanöver bringen Sicherheit und helfen, seitliche Kollisionen zu vermeiden.
  • Die rechte Fahrspur ist grundsätzlich breiter und daher den Autofahrern, die sich auf der linken Spur unsicher fühlen, zu empfehlen.
  • Den Abstand zum Vordermann vergrößern.
  • In den Verschwenkungsbereichen der Baustelle besonders vorsichtig fahren, denn Lkw brauchen dort mehr Platz.
  • Im Falle einer Panne Warnblinker einschalten und möglichst das Fahrzeug außerhalb der Baustelle am rechten Fahrbahnrand abstellen. Alle Autoinsassen sollten den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen.
  • In Nachtbaustellen ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Vor allem die Übergänge von beleuchteten zu unbeleuchteten Abschnitten sind kritisch.

Quelle: ADAC (ots)

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