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Hausbrände verhindern: Brandschutzexperte erklärt, welche Baustoffe problematisch sind und was Hausbesitzer tun sollten

Archivmeldung vom 02.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Geschäftsführer Luca Danilo Arenz Bild: ARCenergie e.K. Fotograf: ARCenergie e.K.
Geschäftsführer Luca Danilo Arenz Bild: ARCenergie e.K. Fotograf: ARCenergie e.K.

Das vor Kurzem in Essen abgebrannte Wohngebäude war gerade einmal zehn Jahre alt. Trotz strenger Vorschriften geriet die gesamte Fassade "in Vollbrand". Wie ein Sachverständiger feststellte, stehen als Ursache hauptsächlich die Balkonverkleidungen aus PVC in Verdacht. Für viele Bauherren und Hausbesitzer stellt sich nun die Frage: Kann so ein Fall auch bei mir eintreten? Und welche Maßnahmen können das verhindern?

"Brandschutz muss immer so ermöglicht werden, dass Menschen im Notfall gerettet werden können", erklärt Luca Arenz. Arenz und Joachim Müller, Ingenieur und Brandschutzexperten, haben die Entwicklung der Brandschutzmaterialien in den letzten Jahren eingehend analysiert. In folgendem Gastbeitrag erklären die Experten, wie der aktuelle Stand der Technik ist - und wie man ältere Gebäude deutlich sicherer machen kann.

Die gesetzliche Lage beim Brandschutz

Zu einem Brand kann es grundsätzlich immer kommen. Es ist egal, ob das Haus 300 oder drei Jahre alt ist oder ob es gerade errichtet wurde. Die Bauart eines Hauses hat allerdings Auswirkungen auf die Stärke des zu erwartenden Brandes.

Der Gesetzgeber hat für den Brandschutz festgelegt, dass die Rettung von Mensch und Tier ermöglicht werden muss. Er verlangt also keine hundertprozentige Sicherheit, sondern zielt darauf ab, das Schlimmste zu vermeiden. Das bedeutet konkret, dass brennbare Materialien benutzt werden dürfen. Beim Brand in Essen ist es nach den Erkenntnissen der Brandursachenermittlung durch ein Zusammenspiel von brennbarer Balkonverkleidung und Sturm zu einer schnellen Ausbreitung des Feuers gekommen.

Was Hausbesitzer und Bauherren für einen besseren Brandschutz tun können

Bei Dämmmaterialien gibt es eine deutliche Abstufung hinsichtlich der Brennbarkeit. Styropor gerät sehr leicht in Brand, während es bei Holzwolle schon etwas länger dauert und der Brand damit auch langsamer verläuft. Mineralwolle brennt hingegen gar nicht. Besitzt man also ein Haus, dessen Fassade mit einem leicht brennbaren Material gedämmt wurde, sollte man sich darüber bewusst sein, dass im Fall eines Feuers die gesamte Fassade brennen wird und es zu einem Totalausfall kommen kann.

Für Bauherren ergibt sich daraus die Frage, ob es billig oder sicher sein soll - beides geht nicht. Einsparungen bei der Qualität führen zu einem erhöhten Risiko. Wer bereits ein Haus mit einer leicht brennbaren Fassade besitzt, sollte die Sicherheit zumindest dadurch verbessern, dass er brennbare Materialien an Terrasse und Balkon austauscht. Beim Brand in Essen bestand das Dämmmaterial laut Medienberichten überwiegend aus Mineralwolle. Das Feuer breitete sich dennoch über die gesamte Fassade aus, weil die Balkone mit PVC verkleidet waren.

Quelle: ARCenergie e.K. (ots)

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