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Autofahren mit Hund: Sicherheit zählt

Archivmeldung vom 30.03.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.03.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Die Nase eines Hundes (Symbolbild)
Die Nase eines Hundes (Symbolbild)

Bild: CC0 / Susanna Yli-Ristaniemi/pixabay /

Ob kurz zur Tierarztpraxis oder unterwegs in den Urlaub: Sitzt ein Hund im Auto, sollte er immer gut gesichert sein. Ansonsten ist das Verletzungsrisiko hoch - für das Tier und die anderen Insassen, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Ein plötzliches Bremsen reicht aus: Wenn ein Hund nicht richtig gesichert ist, kann er durch das Fahrzeug geschleudert werden. "Dann kann er sich schwer verletzen", sagt Stefanie Simon, Hundetrainerin und Expertin bei der R+V Versicherung: "Die Hunde können zudem zum gefährlichen 'Geschoss' werden und Insassen des Autos verletzen." Außerdem geraten die Vierbeiner in unvorhergesehenen Situationen leicht in Panik und können Autofahrende ablenken.

Hunde auch bei kurzen Fahrten sichern

Deshalb müssen Hunde auch bei kurzen Fahrten gesichert werden. Die sicherste Lösung für alle ist eine Box im Kofferraum. "Am besten sind Modelle aus Metall, die im Kofferraum fixiert sind", sagt Stefanie Simon. Die Boxen gibt es im Fachhandel, einige Fahrzeughersteller bieten sie auch als Sonderzubehör an. Die Boxen bieten nicht nur Sicherheit bei einem Unfall, sondern auch beim Aussteigen, meint die Expertin: "So können die Hunde beim Öffnen der Kofferraumklappe nicht auf die Straße springen." Ideal ist es, die Box mit einer weichen Unterlage auszulegen, die gegen Kälte schützt und die Stöße mildert.

Ist der Hund kleiner oder wird ihm schnell übel, kann die Box auch im hinteren Fußraum oder auf der Rückbank stehen. Dafür gibt es Boxen aus Stoff: Sie passen auf den Sitz, haben eine Knautschzone und sind leichter zu transportieren als Metallboxen.

Box muss die richtige Größe haben

Beim Kauf sollte man auf die Größe achten. "Wenn die Box zu klein ist, kann der Hund nicht aufrecht sitzen, sich drehen oder entspannt auf der Seite liegen", sagt Stefanie Simon. Ist die Box zu groß ist, kann sich das Tier bei einem Unfall verletzen. Zudem rutscht es bei jeder Kurve. Halt bietet ein halbrundes Kissen oder ein großes Kuscheltier. Der ungesicherte Transport im Kofferraum ist auch bei kleinen Fahrzeugen keine Lösung. "Zwar stört das Tier die Fahrerin oder den Fahrer weniger. Es kann sich dennoch bei einer Bremsung verletzen und in Panik geraten", warnt die Hundetrainerin.

Neben Boxen gibt es für Hunde auch Autositze, Gurte und Geschirre. Diese sind jedoch oft starr und unbequem. "Kommt eine Box nicht infrage, sollte man sie trotzdem ausprobieren", sagt Simon. In jedem Fall tut es dem Tier gut, wenn es früh daran gewöhnt wird und seinen Platz im Fahrzeug kennt. "Ängstlichen oder empfindlichen Tieren hilft eine sanfte Eingewöhnung und ein fester Platz im Fahrzeug", weiß Simon. Kommt ein Hund im Auto schwer zur Ruhe und bellt, kann ein Sichtschutz beruhigend wirken.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

  • Ist der Hund im Auto nicht richtig gesichert, droht ein Bußgeld von bis zu 75 Euro. 
  • Kommt es deswegen zu einem Unfall, kann es sich um grobe Fahrlässigkeit handeln. Ist diese in der Kaskoversicherung nicht ausdrücklich mitversichert, muss der Schaden am eigenen Auto ganz oder zum Teil selbst gezahlt werden. 
  • Hunde reagieren empfindlich auf Zugluft und Fahrtwind. Die Folge können Bindehaut- oder Ohrenentzündungen sein. Daher sollte das Fenster während der Autofahrt nicht für längere Zeit geöffnet sein.

Quelle: R+V Infocenter (ots)

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