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„Kalkulationsirrtümer“: Milliardär beschuldigt NASA-Asteroidenmission

Archivmeldung vom 27.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: ESA ©2008 MPS for OSIRIS Team MPS/UPM/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA
Bild: ESA ©2008 MPS for OSIRIS Team MPS/UPM/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Laut Nathan Myhrvold haben die NASA- Forscher mit ihrem Teleskop Fehler von kosmischer Dimension bei der Messung von mehr als 157.000 Asteroiden gemacht, berichtet die Zeitschrift „Science“. Weiterlesen:

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" meldet weiter: "Der ehemalige Microsoft CTO, Dinosaurier-Liebhaber und berühmte Physiker der Kochkunst hat offensichtlich eine neue Leidenschaft – Asteroiden. Myhrvold hat das unbemannte Weltraumteleskop der NASA Wide-Field Infraded Survey Explorer (WISE) in seinem Artikel auf arXiv.org der Kritik unterworfen. Der Start von WISE erfolgte 2009. Die zweite Phase der Himmeldurchmusterung (NEOWISE) wurde von dem Amateur-Astronomen ebenfalls angegriffen. Er habe viele Fehlurteile in den Papieren der beiden Forschungsteams entdeckt.

„Die Resultate dürfen nicht veröffentlicht werden. Ich habe eine Ungenauigkeit nach der anderen gefunden“, so der Sternegucker gegenüber der Zeitschrift.

WISE und NEOWISE Forschungsteams hätten die Asteroidendurchmesser bis auf 10 Prozent genau festgestellt. Myhrvold aber stellt solche Angaben in Frage. Er meint, die Abweichungen, die bei der Extrapolation aus der Stichprobengröße auf eine echte Gruppe von Asteroiden entstehen, seien ignoriert worden. Zudem sei das Kirchhoffsche Strahlungsgesetz in den thermalen Asteroidenmodellen nicht angewandt worden. Myhrold geht davon aus, dass der Fehlerbereich bei der Kalkulation von Asteroidendurchmessern 30 Prozent ausmachen soll. In manchen Fällen zählt er sogar 300 Prozent. „Asteroiden sind viel wechselhafter als wir denken“, kommentiert Myhrold.

Trotz der Kritik bestehen die NASA-Forscher auf den bereits veröffentlichten Ergebnissen.

„Falls ich für jeden Fehler in seinem Machwerk einen Preis bekäme, würde ich reich“, sagt Ned Wright, Leiter des WISE-Forschungsteams in Kalifornien.

Myhrvold bezweifelt nicht zum ersten Mal öffentlich offizielle Studien.  2013 hätte er Sachmangel in der Analyse der Wachstumsgeschwindigkeit der Dinosaurier gefunden.

Sein Team habe Myhrvolds Computer-Kode nicht, „deshalb wissen wir nicht, warum er abschmiert“, er habe aber für Microsoft gearbeitet, das heißt, er „ist selbst schuld an fehlerhafter Software“, bemerkte Wright."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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