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Thermoelektrische Module werden billiger

Archivmeldung vom 23.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Jun Mao (rechts) und Zhifeng Ren im Materialforschungslabor. Bild: uh.edu
Jun Mao (rechts) und Zhifeng Ren im Materialforschungslabor. Bild: uh.edu

Forscher der University of Houston und des Massachusetts Institute of Technology haben einen thermoelektrischen Generator entwickelt, der nur wenig Tellur benötigt. Die Zusammensetzung der beiden Materialien, die im Generator stecken, verraten Zhifeng Ren und sein Doktorand Jun Mao nicht. Sie haben das in klassischen Generatoren verwendete Wismut-Tellur so modifiziert, dass nur noch 50 Prozent der bisher üblichen Tellur-Menge benötigt wird. Dadurch sinken die Kosten.

Aus Abwärme wird Strom

Das neue Material, das unter anderem Magnesium enthält, das weitaus billiger ist als Tellur, wird die Nutzung des thermoelektrischen Prinzips voranbringen, sagen die Forscher. Es könnte Abwärme, die sonst nicht nutzbar ist, in elektrische Energie umwandeln, etwa die der Abgase von Autos. Das wäre besonders interessant für Hybridfahrzeuge, die mit Verbrennungs- und Elektromotoren ausgestattet sind.

Die Thermoelektrik könnte die Batterien aufladen. Umgekehrt könnten die Elemente genutzt werden, um elektronische Geräte und andere Systeme vor Überhitzung zu schützen. "Wir haben ein neues Material entwickelt, das kostengünstig und dennoch so effektiv wie das klassische Material ist", unterstreicht Ren.

Material heizt Nachfrage an

Obwohl thermoelektrische Elemente zum Kühlen, Heizen und Stromerzeugen relativ teuer sind, hat sich bereits ein Markt gebildet. 2016 hat der weltweite Umsatz bei 600 Mio. Dollar gelegen, betont Ren. Für 2027 würden 1,7 Mrd. Dollar erwartet. Mit dem neuen Material könnte der Absatz deutlich steigen, sodass die Marke für 2027 trotz Preissenkung überboten würde.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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