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Mit Chaostheorie Katastrophen vermeiden

Archivmeldung vom 01.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Chaostheorie sorgt für Ordnung. Bild: wikimedia/ESA/Hubble/Nasa
Chaostheorie sorgt für Ordnung. Bild: wikimedia/ESA/Hubble/Nasa

Ein Forscherteam, bestehend aus Chaostheoretikern aus der Schweiz, den USA und Brasilien, hat nun eine Möglichkeit gefunden, extreme Ereignisse, so genannte Dragon Kings, wie z.B. einen Börsencrash, nicht nur vorherzusagen, sondern sogar zu verhindern, berichtet das Fachmagazin phy.org.

Dabei hatten die Forscher nicht im Sinn, solche "Blasen" zu untersuchen, sondern versuchten, anhand einer elektronischen Schaltung (Master-Slave-Schaltung), ein besseres Verständnis für dessen Anomalien zu erhalten. In vielen Versuchsreihen zeigte sich, dass die Schaltung zeitweise total aus dem Gleichgewicht geriet. Dabei erkannten die Forscher, dass es nur sehr geringer, einzeln auftretender Verfehlungen im Synchronisationsprozess bedurfte, die zu immer größeren Verfehlungen führten, bis die Schaltung endgültig vollkommen unsynchronisiert war. Weitere Untersuchungen zeigten, dass nur eine geringe Anpassung zum richtigen Zeitpunkt nötig war, um das System davor zu bewahren, aus dem Gleichgewicht zu geraten und ein "extremes Ereignis" zu verursachen.

Manche Ereignisse in den Versuchsreihen waren unspektakulär, wie etwa im Fall einer geringen Veränderung an den Finanzmärkten. Andere Ereignisse hingegen waren gigantisch und zeigten alle Eigenschaften eines Dragon Kings. Dabei stellten die Forscher ein klares Ursache-Wirkung-Schema beim Auftreten solcher Extrem-Ereignisse fest. Eine Variablen-Veränderung wurde durch die Kraft einer anderen Variable verursacht.

Extreme Ereignisse sind vorherzusehen

"Solche Extremereignisse sind vorhersehbar", meint dazu Dan Gauthier, Co-Author der Studie und Professor an der Duke University in Durham/North Carolina. Sie sind zumindest weniger zufällig als wir bislang geglaubt haben, so Gauthier weiter. Damit könnte man in Zukunft das Aussterben von Tierarten verhindern oder Riesenwellen in den Ozeanen beherrschen. Andere Anwendungsmöglichkeiten wären die Vermeidung epileptischer Anfälle sowie die Verhinderung großer Stromausfälle, die aufgrund geringer Störungen zustande kommen.

Quelle: www.pressetext.com/Christian Sec

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