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KI-System bläst schlafende Mitarbeiter kalt an

Archivmeldung vom 09.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Müde Angestellte werden bald eiskalt angeblasen.
Müde Angestellte werden bald eiskalt angeblasen.

Bild: pixelio.de, Jorma Bork

Das japanische Unternehmen Daikin Industries entwickelt derzeit ein smartes System, das Angestellte mit kalter Luft anbläst, sobald diese im Begriff sind, einzuschlafen. Der Firma zufolge ist diese Methode wirkungsvoller als helles Licht oder bestimmte Duftaromen - wie beispielsweise Rosmarin. Das skurrile System soll bis 2020 in den Regalen stehen. Kritiker sehen dennoch bessere Methoden, um die Nachmittagsmüdigkeit bei Angestellten zu überbrücken.

Powernap deutlich effektiver

"Ich habe bereits Kaffee, ein schnelles Workout und kurze Gespräche ausprobiert, wenn ich nach dem Mittagessen müde war. Das System von Daikin hat jedoch wesentlich besser funktioniert", sagt Daikin-Mitarbeiter Yurino Kan gegenüber dem "Wall Street Journal". Im Gegensatz dazu haben andere Studien bereits bewiesen, dass ein Powernap besser wirkt, als Mitarbeiter mit Kaffee zu versorgen oder mit kalter Luft anzublasen.

Laut Daikin besteht für ein derartiges System dennoch ein Markt. "Wir entwickelt Luft, die sogar dazu führt, dass Essen und Trinken - angefangen beim Wein - besser schmecken", sagt Sanae Kagawa, ein weiterer Daikin-Mitarbeiter. Die Firma führt derzeit Untersuchungen durch, die zeigen, wie die Temperatur am Arbeitsplatz die Angestellten beeinflusst. Den Ergebnissen zufolge sind Männer bei einer Temperatur von 20 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent am produktivsten. Bei Frauen sind es 22 Grad und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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