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Erdbeer-Roboter bootet Erntehelfer aus

Archivmeldung vom 28.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Innovative Pflückmaschine soll den Menschen ersetzen
Innovative Pflückmaschine soll den Menschen ersetzen

Bild: youtube.com

Ein von Forschern der University of Plymouth entwickelter Agrarroboter pflückt Erdbeeren und soll in Zukunft das Tempo von menschlichen Arbeitern weit übertreffen. Während Menschen in einer Acht-Stunden-Schicht im Schnitt 15.000 Erdbeeren pflücken, soll die Maschine an einem Tag 25.000 Stück schaffen. Auch billiger ist die Maschine. Während Bauern in Großbritannien ihren Angestellten ein bis zwei Pfund (1,13 bis 2,27 Euro) pro Kilogramm Erdbeeren zahlen, soll die Maschine für weniger Geld gemietet werden können.

Greifarm erkennt Reife

Der 1,80 Meter hohe Roboter bewegt sich auf Rädern durch Gewächshäuser und ist mit einem Greifarm zum Pflücken ausgestattet. Dieser Arm wird von Sensoren und 3D-Kameras geleitet, um Erdbeeren zu finden und auf ihre Reife zu überprüfen. Dabei arbeitet der Roboter anhand von maschinellem Lernen, eine Künstliche Intelligenz erkennt den Reifegrad der Beeren durch Erfahrung.

Wenn die Maschine mit voller Leistung operiert, braucht sie 10 Sekunden, um eine Erdbeere zu pflücken. Jedoch soll die finale Version des Roboters vier Greifarme haben, die alle gleichzeitig zum Einsatz kommen und so schneller pflücken können. Im Gegensatz zu Arbeitern aus Fleisch und Blut, werden Roboter nicht müde, weshalb die Maschine 20 Stunden pro Tag zum Einsatz kommen soll.

Arbeiter flüchten vor Brexit

Die Maschine wird in Großbritannien probeweise eingesetzt, wo die Agrarindustrie laut einem Bericht des "Guardian" unter den Folgen des drohenden Brexit bereits leidet. Wegen der großen wirtschaftlichen Unsicherheit haben viele Arbeiter aus Osteuropa, speziell aus Polen, Rumänien und Bulgarien, das Land bereits verlassen. Der Mindestlohn hat sich erhöht und Bauern zufolge würden Arbeitskräfte bereits die Hälfte ihrer Kosten ausmachen. Besonders betroffen sind Anbauer von Beeren und Äpfeln.

Es haben schon mehrere Betriebe aus diesem Bereich Interesse am Roboter bekundet. Den Forschern zufolge soll die Maschine zu einem Preis mietbar sein, der günstiger ist als die Lohnkosten für Arbeiter. Die Anwendung wurde auf Erdbeeren angesetzt, weil es sich dabei um eine weiche, schwierig zu erntende Beere handelt. In Zukunft soll der Roboter so weiterentwickelt werden, dass er auch andere Ernteprodukte pflücken kann.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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