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Forscher warnen: Erste Weltraumkolonisten könnten zu Kannibalen werden

Archivmeldung vom 03.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
NASA-Vision einer Mondbasis
NASA-Vision einer Mondbasis

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Zwei britische Wissenschaftler haben in einem Interview über mögliche Herausforderungen bei der Weltraumkolonisierung spekuliert. Sie vermuten, dass die ersten Kolonisten der Gefahr ausgesetzt werden könnten, sich wegen mangelnder Ernährung dem Kannibalismus zuwenden zu müssen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "In einem Interview für die britische Zeitung Metro haben Charles Cockell, Professor für Astrobiologie an der Universität Edinburgh, und Dr. Cameron Smith, ein Forscher für Weltraumtechnologien, darüber spekuliert, mit welchen Herausforderungen die Menschen bei einer zukünftigen Weltraumkolonisierung konfrontiert werden könnten. Unter anderem warnten die Wissenschaftler, dass die ersten Kolonisten wegen des wahrscheinlich eintretenden Mangels an Nahrungsmitteln zum Kannibalismus gezwungen sein könnten.

Krankheiten, Nahrungsmittelknappheit und die Unfähigkeit, sich selbst zu versorgen, nannten die Experten als die größten Herausforderungen, denen die ersten Menschen, die die Erde dauerhaft verlassen, um einen anderen Planeten zu besiedeln, gegenüberstehen könnten. Da die meisten Planeten in unserem Sonnensystem aufgrund unwirtlicher Atmosphären für eine Kolonisierung ausgeschlossen sind, gingen die Forscher davon aus, dass Jupiters Mond Callisto und Saturns Mond Titan mögliche Ziele sein könnten. Das würde jedoch bedeuten, dass Hilfe von der Erde Jahre entfernt wäre.

Cockell mutmaßte außerdem, dass eine solche Expedition mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern würde und nannte die verlorene Expedition von John Franklin im Jahr 1845 als Beispiel. Der Forscher merkte an, dass Menschen unter schwierigen Bedingungen sehr schnell degenerieren können. Wenn die Dinge in einer Weltraumkolonie schieflaufen sollten, könnten sich die Menschen daher möglicherweise gegenseitig auffressen.

Sein Kollege Smith zeigte sich in Bezug auf das Szenario eines drohenden Kannibalismus in zukünftigen Weltraumkolonien weniger sicher. Er verwies auf die Geschichte der uruguayischen Fußballmannschaft, die nach einem Flugzeugabsturz gezwungen war, durch Kannibalismus ihr Überleben zu sichern. Die Überlebenden aßen aber nur diejenigen, die bereits gestorben waren.

Jedoch sei abzuwarten, bis die Herausforderungen von Weltraumkolonisten ein unmittelbares Problem für die Menschheit würden. Cockell schlussfolgerte, dass die für eine Marskolonie erforderliche Technologie erst in den nächsten 30 bis 40 Jahren zur Verfügung stehen wird. Smith war diesbezüglich weniger optimistisch. Ihm zufolge sei der Versuch, eine Weltraumkolonie zu gründen, erst gegen Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich."

Quelle: RT DE

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