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KI mindert Unfallfolgen bei autonomen Autos

Freigeschaltet am 11.10.2019 um 10:09 durch Thorsten Schmitt
Animation eines autonom fahrenden Autos.
Animation eines autonom fahrenden Autos.

Bild: uwaterloo.ca

Ingenieure um Amir Khajepour von der kanadischen University of Waterloo haben ein intelligentes System für selbstfahrende Autos entwickelt, das die Folgen möglicher Unfälle minimieren soll. Erkennt der Algorithmus, dass ein Zusammenstoß unvermeidlich ist, werden alle Varianten einer Reaktion in unvorstellbar kurzer Zeit durchgespielt.

Fußgängerschutz hat Vorrang

Die oberste Regel der Forscher beim Programmieren: Auf keinen Fall dürfen Fußgänger zu Schaden kommen. Das System wägt alle relevanten Faktoren ab, wie die eigene Geschwindigkeit und die der Fahrzeuge im Nahfeld, den voraussichtlichen Winkel, unter dem ein Aufprall stattfindet, den Fahrzeugtyp und die Unterschiede im Gewicht. Daraus errechnet es das beste Manöver, um die Folgen zu minimieren. Dazu gehören Bremsen oder das Einschlagen einer anderen Richtung.

"Das System berücksichtigt das gesamte Umfeld, einschließlich aller Fahrzeuge und Hindernisse", so Khajepours Kollege Dongpu Cao. Laut Khajepour ist ein solches System unumgänglich, weil die populäre Vorstellung, dass autonom fahrende Autos keine Unfälle verursachen, ein Mysterium sei. "Es gibt hunderte oder gar tausende Variablen, über die wir keine Kontrolle haben", so der Verkehrsforscher. Es könne beispielsweise Blitzeis auftreten oder plötzlich Geröll aus einem Bergrutsch auf der Straße liegen.

Ethische Fragen weiter offen

Selbstfahrende Autos treffen in jeder Sekunde hunderte Entscheidungen, die auf den Daten beruhen, die Bewegungs-, Beschleunigungs- und andere Sensoren sowie Kameras erfassen. Das neue System basiert auf einem Algorithmus, der plötzliche Ereignisse berücksichtigt. Die Forscher versuchten allerdings nicht, extrem komplexe ethische Fragen zu berücksichtigen wie die, ob die Insassen des eigenen Fahrzeugs besser geschützt werden sollten als andere oder ob man alle Beteiligten möglichst weitgehend vor Verletzungen bewahren sollte.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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