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Belohnung und Anstregung stehen laut britischen Forschern in keiner direkten Beziehung

Archivmeldung vom 25.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Leiter: Ziele müssen stets realistisch sein.
Leiter: Ziele müssen stets realistisch sein.

Bild: pixelio.de, Rainer Sturm

Eine Studie unter der Leitung der Queen Mary University of London liefert neue Einblicke, warum Menschen oft unrealistische Pläne machen, die zum Scheitern verurteilt sind. Die Forscher haben den komplexen Zusammenhang zwischen Belohnung und Anstrengung beim Erreichen von Zielen analysiert. So konnten sie zwei kritische Stadien identifizieren. Details wurden in "Behavioural Brain Research" veröffentlicht.

Pläne mit Bedacht schmieden

Wenn Menschen anfänglich entscheiden, was sie tun werden, motiviert sie die Belohnung. Beginnen sie diese Pläne umzusetzen, verschiebt sich der Fokus auf die Schwierigkeit der Anstrengung, die aufgewendet werden muss. Der Schlüssel für erreichbare Ziele ist den Experten nach, die Anstrengung beim Treffen der Entscheidung zu berücksichtigen. Erst danach sollte der Fokus auf die zu erwartende Belohung gelegt werden.

Die Forscher haben Experimente entwickelt, bei denen körperliche und geistige Anstrengung im Zentrum stehen. Die körperliche Anstrengung wurde durch das Drücken eines Joysticks gemessen, die geistige durch das Lösen einfacher mathematischer Gleichungen. Den Teilnehmern wurden verschiedene Alternativen angeboten, die entweder große oder geringe Anstrengung mit einer großen oder geringen finanziellen Belohnung kombinierten. Fazit: Teilnehmer ließen sich bei der Auswahl von der Höhe der finanziellen Belohnung leiten. Die Ausführung wurde jedoch von der konkreten Anstrengung, die notwendig war, bestimmt.

Belohnung motiviert lediglich

Laut Forschungsleiterin Agata Ludwiczak geht der gesunde Menschenverstand davon aus, dass die Anstrengung bei einer Aufgabe in einer direkten Beziehung mit der erwarteten Belohnung steht. Immer mehr psychologische und wirtschaftliche Belege wiesen jedoch darauf hin, dass hohe Belohnungen häufig nicht ausreichen, um sicherzustellen, dass Menschen sich für das Erreichen der Ziele ausreichend anstrengen.

"Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der Größe der Belohnung und dem Ausmaß der geleisteten Anstrengung. Beim Treffen der Entscheidung werden Menschen von der erwarteten Belohnung motiviert. Wenn es um die Umsetzung geht, konzentriert man sich auf das Ausmaß der Anstrengung", unterstreicht Ludwiczak.

Laut Kollegin Magda Osman ist es notwendig, beim Pläneschmieden nicht von unrealisitschen Erwartungen auszugehen, da zu viel Aufmerksamkeit auf die Belohnung gerichtet werde. "Wenn es dann an die Umsetzung geht, bemerken wir, dass die Anstrengung zu groß ist und geben auf." Frühes Aufstehen, um Sport zu betreiben, erscheint als Neujahrsvorsatz eine gute Entscheidung. Sobald der Wecker an einem kalten Morgen im Januar klingelt, ist die Belohnung aber nicht ausreichend, um aufzustehen.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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