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Forscher: Darum könnte die Erde dem Mars ähnlich werden

Archivmeldung vom 19.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Planet Erde (Symbolbild)
Planet Erde (Symbolbild)

Bild: © CC0 / qimono/Pixabay

Das geschmolzene Innere der Erde kühlt sich schneller ab als bisher angenommen. Wissenschaftler warnen jetzt, dass unser Planet früher als erwartet zu einem unfruchtbaren Felsen wie Mars oder Merkur werden könnte. Eine entsprechende Studie wurde im Magazin „Earth and Planetary Science Letters“ veröffentlicht.

Weiter ist auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "SNA News" zu lesen: "Die Wissenschaftler enthüllten in ihrer Untersuchung, wie das Mineral Bridgmanite die Wärme vom Kern zur Oberfläche übertragen kann. Um das zu überprüfen, entwickelte das Team um den Professor für minerale Physik, Motohiko Murakami von der ETH Zürich, und seine Kollegen von der Stiftung „Carnegi Institution“ for Science ein kompliziertes Messsystem.

Sie bestrahlten einen Kristall aus Bridgmanite mit gepulsten Lasern, um seine Wärmeleitfähigkeit im Labor unter Druck und Temperaturbedingungen zu messen, die denen im Erdinneren entsprechen.

„Wir haben festgestellt, dass die gesamte Wärmeleitfähigkeit an der Kern-Mantel-Grenze etwa 1,5 Mal höher ist als angenommen“, sagte Murakami.

Die Ergebnisse führten zu der These, dass die Kern-Mantel-Grenze so viel Wärme abgeben könne, dass sich die Abkühlung der Erde viel intensiver beschleunigen könne als zuvor erwartet.

Der Fluss flüssigen Metalls im äußeren Kern der Erde erzeugt elektrische Ströme, während die Rotation der Erde um ihre Achse dazu führe, dass diese elektrischen Ströme ein Magnetfeld um sie herum bilden.

Das Letztere sei für die Aufrechterhaltung des Lebens auf der Erde von entscheidender Bedeutung, da man ohne sie einer zu hohen Sonnenstrahlung ausgesetzt wäre. Zum Beispiel besitze der Planet Mars kein flüssiges Metall in seinem Kern, weswegen sein schwaches Magnetfeld es angeblich ermögliche, dass die Atmosphäre von Solarwinden abgestreift werde, was ihn unbewohnbar mache, behaupten die Wissenschaftler.

Es bleibt die Frage, wie schnell sich die Erde abkühlt und wie lange es angesichts der neuen Ergebnisse dauern könnte. Wenn sich Bridgmanite abkühlt, verwandelt es sich in ein Material namens Post-Perovskite, das sogar eine bessere thermische Leitfähigkeit besitzt.

„Unsere Ergebnisse könnten uns eine neue Perspektive auf die Entwicklung der Erddynamik geben“, sagte Murakami.

Das bedeute, dass sich die Erde wie andere Gesteinsplaneten Mars und Merkur schneller abkühlen und inaktiv werden kann als erwartet, fügte er hinzu."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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