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Forscher zeigen: Kinderkriegen ist ansteckend

Archivmeldung vom 12.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pärchen: Schwangerschaften "stecken" an.
Pärchen: Schwangerschaften "stecken" an.

Bild: pixabay.com, Herney

"Es ist wahrscheinlicher, ein Kind zu bekommen, wenn Geschwister, Kolleginnen und Kollegen eines bekommen", schlussfolgert Henriette Engelhardt-Wölfler von der Universität Bamberg in der aktuellen Forschungsarbeit "Familie, Firmen und Fertilität: Eine Studie über soziale Interaktionseffekte". Details wurden in der Fachzeitschrift "Demography" veröffentlicht.

Spillover-Effekte bedeutsam

Zusammen mit Kollegen aus Berlin und Amsterdam haben die Wissenschaftler Daten aus dem "System of Social Statistical Datasets" ausgewertet - eine Datenquelle, in der verschiedene Registerdaten aller Einwohner der Niederlande verknüpft sind. Der Datensatz enthält Angaben über Geschwister und über Arbeitgeber, sodass das Forschungsteam beide Bereiche miteinander verbinden konnte.

"Wir konnten erstmals sogenannte Spillover-Effekte über Netzwerkgrenzen hinweg nachweisen", ergänzt Engelhardt-Wölfler. Damit sei eine Art Kettenreaktion gemeint: Werde eine Person von Kolleginnen oder Kollegen mit dem Kinderwunsch "angesteckt", beeinflusse sie wiederum ihre Geschwister. Und diese hätten dann Einfluss auf eigene Kolleginnen und Kollegen. "Umgekehrt bekommen Personen im gebärfähigen Alter, die kaum Geburten in ihrem Umfeld miterleben, mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit Kinder", heißt es.

"Ansteckung" nachgewiesen

Die Experten schränken jedoch ein, dass die Mechanismen, die der "Ansteckung" zugrunde liegen, mit den vorliegenden Daten nicht detailliert untersucht werden konnten. Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 100.000 Euro gefördert. Sie ist angesiedelt am Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg und veranschaulicht dessen Schwerpunkt.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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