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Stoppschild-Blinker 2.0 verhindert Unfälle

Freigeschaltet am 09.03.2019 um 09:05 durch Thorsten Schmitt
Hightech-Stoppschild mit intelligenter Warnblinkleuchte.
Hightech-Stoppschild mit intelligenter Warnblinkleuchte.

Bild: utsa.edu

Forscher der University of Texas haben ein kostengünstiges System entwickelt, das Autofahrer, die sich einer Kreuzung mit Stoppschild nähern, durch ein Blinklicht darauf aufmerksam machen, dass sie anhalten müssen.

Solarzellen liefern Strom

Die digitale Warnanlage versorgt sich mithilfe von Solarzellen und einer Batterie selbst mit Strom, sodass sie überall aufgestellt werden kann. Außer dem Blinklicht enthält sie einen Infrarotsensor, der Fahrzeuge erkennt, die sich der Kreuzung nähern. Sofort wird das Warnlicht aktiv. Der Überraschungseffekt sorgt dafür, dass der Fahrer wieder voll bei der Sache ist und brav anhält. Da jeder Fahrer gewarnt wird, der auf die Kreuzung zufährt, reduziert sich das Risiko eines Zusammenstoßes, so die Forscher.

"Stoppschilder auf ländlichen Straßen werden oft übersehen. Das kann gefährliche Situationen heraufbeschwören", so Ayetullah Biten, Doktorand am Institut für Elektrotechnik und Computerwissenschaften der University of Texas. In den USA passieren mehr als die Hälfte aller Unfälle auf ländlichen Straßen. Auch in Deutschland sterben mehr Menschen auf Landstraßen als innerorts oder auf Autobahnen. Betroffen sind vor allem ländliche Bereiche, in denen vermutlich oft zu schnell gefahren wird, sodass Schilder leicht übersehen werden.

Nur ein Fünfzigstel Kosten

Der Infrarotsensor registriert nicht nur die Annäherung eines Fahrzeugs, sondern auch dessen Fahrtrichtung. Außerdem schätzt er dessen Geschwindigkeit ab und die Fahrzeugklasse: Lkw oder Pkw. Die Erkennungsrate liegt bei 90 Prozent, die Klassifizierung klappt in 72 Prozent der Fälle. Man könnte das Warnlicht auch ständig blinken lassen. Doch dann bräuchte das System eine Fremdstromversorgung und würde dazu noch weniger Aufmerksamkeit erregen. Bisher gibt es ähnliche Systeme, die mit Induktionsschleifen in der Fahrbahn, Radarsensoren oder Kameras arbeiten. Doch die kosten schnell 5.000 Dollar. Die Entwicklung an der texanischen Universität soll dagegen nur 60 bis 100 Dollar kosten.


Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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