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Erfolge aus Sibirien: Plasma auf 10 Mio. Grad bringt Reaktor-Forschung voran

Archivmeldung vom 10.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Schnitt durch ITER. Rechts unten eine Person zum Größenvergleich.
Schnitt durch ITER. Rechts unten eine Person zum Größenvergleich.

Lizenz: CeCILL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Forscher des Budker-Instituts für Kernphysik (engl. BINP) in Nowosibirsk haben Plasma stabil bis auf 10 Millionen Grad Celsius erhitzt, wie der stellvertretende BINP-Direktor Alexander Iwanow mitteilte. Das vielversprechende Projekt gilt demnach als Alternative zu dem Internationalen Experimentellen Thermonuklear-Reaktor (engl. ITER). Dies berichtet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf deren deutschen Webseite: "„Wir haben die Ergebnisse der letzten Jahre zum Plasmaaufheizen bis auf Temperaturen um 10 Millionen Grad bestätigen können, das ist für die Perspektive unserer Arbeit sehr wichtig. Jetzt sind wir dabei, ernsthaft Varianten zur Entwicklung eines thermonuklearen Systems unter Verwendung eines Fusionsreaktors zu prüfen“, so Iwanow.

Das Budker-Institut Nowosibirsk will einen alternativen Thermonuklear-Reaktor zum ITER erarbeiten, der neue Reaktor soll noch in den nächsten 20 Jahren zur Stromerzeugung genutzt werden können. Die Forscher nehmen an, dass bei folgenden Experimenten die Plasma-Temperatur noch weiter wesentlich anwachsen werde, wobei die für einen Thermonuklear-Reaktor erforderliche Temperatur schon jetzt übertroffen worden sei.

Iwanow betonte außerdem, dass die Forscher auch eine perspektivreiche Methode zur Generierung von Plasma mittels starker Mikrowellenstrahlung in einem Tokamak, einem Fusionsreaktor, der auf dem Konzept der Fusion mittels magnetischen Einschlusses beruht, entwickelt hätten.

„Jetzt können wir Plasma unter sterilen, kontrollierbareren Bedingungen erzeugen“, so Iwanow.

ITER  (englisch für International Thermonuclear Experimental Reactor, lateinisch für Weg) ist ein seit 2007 im Bau befindlicher Kernfusionsreaktor nach dem Tokamak-Prinzip und ein internationales Forschungsprojekt mit dem Fernziel der Stromerzeugung aus Fusionsenergie. ITER wird als gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner – Europäische Atomgemeinschaft, Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien und USA – entwickelt, gebaut und betrieben. Standort ist das südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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