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"Skimming": Neues Gerät erkennt Betrugsversuche

Archivmeldung vom 11.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Geldautomat: Daten werden oft ausspioniert.
Geldautomat: Daten werden oft ausspioniert.

Bild: Dieter Schütz, pixelio.de

Wissenschaftler der University of Florida (UF) haben ein Gerät entwickelt, das "Skimming", das illegale Ausspionieren von Kredit- oder anderen Bankkartendaten, effektiv verhindern soll. Der "Skim Reaper", der nicht größer als eine Scheckkarte ist, wird einfach in den Slot von Geldautomaten oder Zapfsäulen gesteckt und erkennt sofort, ob es Anzeichen für einen Betrugsversuch gibt. Das New York Police Department (NYPD) hat erste Testgeräte bereits erfolgreich im Einsatz.

Zusätzliche Hardware

"Die meisten Kreditkarten-Skimmer funktionieren so, dass ein zusätzlicher 'Lesekopf' innen oder außen an einem Geldautomaten angebracht wird. Dieser erlaubt es den Kriminellen, eine Kopie der Daten der betreffenden Karte anzufertigen, sobald ein Kunde sie in den dafür vorgesehenen Slot einführt", erklärt Patrick Traynor, Professor für Computer Information Science and Engineering an der UF gegenüber "Phys.org". Diese zusätzlich installierte Hardware sei in den vergangenen Jahren laufend weiterentwickelt worden, sodass sie heute nur noch sehr schwer zu entdecken ist. "Der Skim Reaper wurde speziell dazu gebaut, solche Hardware einfach und schnell aufzuspüren", betont Traynor.

"Ich kämpfe nun schon seit fünf Jahren gegen Skimming und ich habe noch nie ein Gerät wie dieses gesehen oder verwendet", meint James Lilla, NYPD-Detective bei der Financial Crimes Taskforce. "Das ist definitiv ein wichtiges Hilfsmittel, um dieser Art von Kriminalität einen Riegel vorzuschieben", ist der Experte überzeugt. Gerade in New York sei die Zahl entsprechender Betrugsversuche erst kürzlich rasant angestiegen. "Im Januar haben wir einen neuen Skimming-Höchststand verzeichnet", berichtet Lilla.

Ergebnisse vielversprechend

Bereits ein Monat später, im Februar, erhielt das NYPD dann von Traynor fünf Skim Reaper für einen ausgiebigen Praxistest. Das Gerät ist etwas länger als eine normale Kreditkarte und lässt sich in jeden handelsüblichen Geldautomaten- oder Zapfsäulenslot einführen. Über ein Kabel ist es mit einer Box verbunden, die in etwa so groß ist wie ein Handy und über einen Bildschirm anzeigt, ob ein Betrugsversuch vorliegt oder nicht.

"Der gravierende Vorteil des Skim Reapers ist seine Einfachheit", urteilt Deputy Inspector Christopher Flanagan, ein Kollege von Lilla bei der Financial Crimes Taskforce des NYPD. Mithilfe des Gerätes sei es unlängst bereits gelungen, einen Skimming-Angriff bei einem Geldautomaten in Brooklyn auszuforschen. "Wir brauchen zwar noch weitere Tests, sind aber von den ersten Ergebnissen sehr beeindruckt", so Flanagan abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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