Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wissenschaft "Versunkene Metropolen": ZDF Expedition nach Piramesse, Hattusa und Tucume

"Versunkene Metropolen": ZDF Expedition nach Piramesse, Hattusa und Tucume

Archivmeldung vom 20.06.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.06.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl
Um das Jahr 1100 nach Christus entstand der erste der prachtvollen Kolossalbauten in Tucume. Alle 26 Pyramiden waren bewohnt. Sie dienten als Paläste für die Adelsfamilien. Archäologen vermuten, dass die geheimnisvollen Bauwerke für die Lambayeque die magische Kraft von Bergen besaßen. Die Götter wohnten in den Bergen, also sollten die Herrscher auf Pyramiden residieren. Bild: ZDF und BBC, Clarkes
Um das Jahr 1100 nach Christus entstand der erste der prachtvollen Kolossalbauten in Tucume. Alle 26 Pyramiden waren bewohnt. Sie dienten als Paläste für die Adelsfamilien. Archäologen vermuten, dass die geheimnisvollen Bauwerke für die Lambayeque die magische Kraft von Bergen besaßen. Die Götter wohnten in den Bergen, also sollten die Herrscher auf Pyramiden residieren. Bild: ZDF und BBC, Clarkes

Die "ZDF Expedition" begibt sich an den kommenden drei Sonntagen um 19.30 Uhr auf die Spur "versunkener Metropolen". Zum Start der dreiteiligen Reihe rückt am Sonntag, 24. Juni 2007, Piramesse in den Blick, die verschollene ägyptische Megacity, die Pharao Ramses II. 1269 vor Christus zu seinem Regierungssitz machte.

Eine Woche später, am 1. Juli, geht es auf die Suche nach Hattusa, der Machtzentrale der Hethiter im 2. Jahrtausend vor Christus. Und zum Abschluss können die ZDF-Zuschauer am Sonntag, 8. Juli, die peruanische Pyramidenstadt Tucume kennen lernen, deren erster Prachtbau um das Jahr 1100 nach Christus entstand.

In "Operation Piramesse - Ramses verschollene Megacity" schildert Filmemacher Mark Everest, wie der französische Ägyptologe Pierre Montet in den 1920er Jahren bei Ausgrabungen in Tanis im Nildelta mehrere Dutzend gigantische Statuen von Ramses dem Großen entdeckte und so die verschollene Hauptstadt wiedergefunden zu haben glaubte. Über Jahrtausende rankten sich Legenden um diese Metropole im östlichen Nildelta. Ramses II. machte Piramesse am Pelusischen Nilarm zu seinem Herrschaftsort, in dem etwa 300 000 Einwohner auf einer Fläche von mehr als 30 Quadratkilometern lebten. Doch wie konnte eine Megacity völlig verschwinden? Und was bedeuteten die Granitkolosse in Tanis? Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts gelang es Wissenschaftlern, das Rätsel zu lösen. Der österreichische Archäologe Manfred Bietak erforschte den wechselnden Verlauf der Nilarme und stieß 30 Kilometer von Tanis entfernt auf die Ruinen der Ramses-Residenz. Zusammen mit seinem deutschen Kollegen Edgar Pusch gräbt er seither in dem riesigen Areal. Die systematische Freilegung von Piramesse brachte die Überreste von großen Tempeln, Palästen und Wohngebäuden aus Lehmziegeln zutage.

In Folge 2, "Brennpunkt Hattusa - Machtzentrale der Hethiter", steht die Expedition des deutschen Gelehrten Hugo Winkler im Mittelpunkt, der 1906 nach Boghazköy in Anatolien aufbrach, um 150 Kilometer östlich des heutigen Ankara eine Ruinenstätte mit mächtigen Mauern und majestätischen Löwentoren zu untersuchen. Winckler fand dort eine Abschrift des ältesten beurkundeten Friedensvertrages der Weltgeschichte, in dem der Hethiterkönig Hattusili und Pharao Ramses II. ewige Freundschaft zwischen dem Land Hatti und Ägypten schließen - der Beleg dafür, dass Boghazköy Hattusa sein musste, die Hauptstadt eines vergessenen Weltreiches.

In der dritten Folge "Tatort Tucume - Pyramidenstadt in Peru" schildert Autor Aidan Laverty, wie das rätselhafte Volk der Lambayeque im Norden von Peru 250 kolossale Pyramiden in den Himmel wachsen ließ. Doch plötzlich verschwand die Hochkultur, die grandiosen Stätten verfielen und erst im 19. Jahrhundert sollten sie wieder entdeckt werden. Und 2005 gelang einem internationalen Forscherteam ein Aufsehen erregender Fund: Die Ausgräber legten unweit eines Tempels 119 menschliche Skelette frei, die eine Erklärung liefern für das Ende dieses Andenvolkes und seiner Metropole.

Quelle: Pressemitteilung ZDF

Videos
Impfen (Symbolbild)
Die Krankheitshersteller
Zirbeldrüsen-Kur
Algenglück für die Zirbeldrüse
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte steig in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige