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Controller optimiert taktiles Prothesen-Feedback

Archivmeldung vom 04.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Versuche: Prothesenträger testen das neue Modul ausgiebig.
Versuche: Prothesenträger testen das neue Modul ausgiebig.

Bild: illinois.edu)

Forscher der University of Illinois haben einen neuen Algorithmus entwickelt, durch den Prothesenträger ein kontrolliertes sensorisches Feedback erhalten. Selbst wenn es zur Schweißbildung oder zur Ablösung der Elektroden kommt, wird die Empfindung dadurch nicht negativ beeinflusst. "Eine stabile und verlässliche sensorische Rückmeldung kann die Lebensqualität signifikant verbessern", schildert Timothy Bretl, Principal Investigator der Studie.

"Schritt in richtige Richtung"

"Es ist ein inkrementeller Schritt in die richtige Richtung, Ottobock hat hier auch sehr viel Forschung betrieben", schildert Eugenijus Kaniusas vom Institute of Electrodynamics, Microwave and Circuit Engineering der Technischen Universität Wien gegenüber pressetext. Der Algorithmus und die Miniaturisierung stünden im Vordergrund.

Das Team um Forschungsleiter Aadeel Akhtar hat den Controller an zwei freiwilligen Patienten getestet. Diese nahmen an einem Test teil, bei dem die Elektroden schrittweise abgezogen wurden. Das Kontrollmodul reduzierte den elektrischen Strom soweit, dass die Prothesenträgter von einem stetigen Feedback ohne Einschränkungen berichteten. Des Weiteren sollten die Patienten alltäglichen Handlungen nachgehen, die sie zum Schwitzen bringen und somit zu einem Funktionsverlust der Prothese beitragen.

Funktionen bleiben bestehen

Egal, ob Stufensteigen, das Einschlagen eines Nagels oder das Nutzen eines Fitnessgeräts: Ohne Benutzung des Kontrollalgorithmus kam es am Ende der Aktivität zum Nachlassen des sensorischen Feedbacks. Mit dem Modul konnte die stetige Rückmeldung selbst nach einer Ablösung der Elektroden von bis zu 75 Prozent aufrechterhalten werden. Das Stimulationsmodul ist in seiner Anschaffung wesentlich kostengünstiger als die Prothese an sich. Die Forscher arbeiten derzeit an einer Miniaturisierung des Controllers.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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