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Raumfahrt am Scheideweg

Archivmeldung vom 24.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: NASA
Bild: NASA

Drunter und drüber scheint es derzeit mit den Plänen der USA für die bemannte Raumfahrt zu gehen, nachdem US-Präsident Barack Obama durch eine tief greifende Entscheidung alle weit reichenden Planungen und Projekte stoppte. Namhafte Raumfahrtexperten schildern in der Aprilausgabe von Sterne und Weltraum den aktuellen Stand der bemannten Raumfahrt weltweit und kommentieren die bevorstehenden Konsequenzen.

Bis vor wenigen Wochen noch ging die bemannte Raumfahrt mit ehrgeizigen Zielen in die nächste Dekade. Die USA wollten mit dem Constellation-Programm an die Tradition und die Erfolge der Apollo-Missionen anknüpfen, die vor vier Jahrzehnten alle irdischen Fesseln zu sprengen schienen. Es sah die Entwicklung eines Vielzweckraumschiffs namens Orion vor, das sowohl in die Erdumlaufbahn als auch darüber hinaus vorstoßen sollte. Zudem waren zwei neue Trägerraketen in Entwicklung: Ares-1 war für den Astronautentransport konzipiert, während die Schwerlastrakete Ares-5 den Weg zu Mond und Mars eröffnen sollte. Neue bemannte Raumflüge zum Mond schienen wieder möglich und zeitlich gar nicht mehr so fern. Die USA hatten zudem andere Weltraumnationen eingeladen, sich an diesen Projekten zu beteiligen.

Dies galt bis zum 1. Februar 2010: An jenem Tag degradierte US-Präsident Barack Obama all diese hochfliegenden Pläne zu Altpapier, als er per Federstrich das Constellation-Programm einstellte. Seitdem befinden sich die US-Raumfahrtbehörde NASA und ihre Kooperationspartner, darunter Westeuropa und Japan, in kollektiver Schockstarre.

Niemand hatte mit einer Entscheidung in dieser Härte gerechnet. Immerhin wurden in den sechs Jahren seit Beginn von Constellation im Jahr 2004 schon rund neun Milliarden Dollar ausgegeben, und die ersten Prototypen zu Testzwecken befanden sich gerade im Bau. Aber auch die Liquidierung des Programms wird noch mindestens zwei weitere Milliarden Dollar verschlingen.

In der Aprilausgabe von Sterne und Weltraum nimmt eine 14-seitige Artikelstrecke Bezug auf die historische Zäsur in der US-Raumfahrt. Eine Rückschau beleuchtet den jüngsten Flug einer US-Raumfähre, die Mission STS-130, zur Internationalen Raumstation ISS und stellt den aktuellen Stand der Arbeiten am größten jemals von Menschenhand geschaffenen Weltraumkomplex vor. Nur noch vier weitere Flüge der US-Raumfähren zur ISS sind geplant, dann wird das Spaceshuttle-Programm nach dreißig Jahren Laufzeit und 134 Starts endgültig Geschichte sein. Tilmann Althaus und Axel M. Quetz, Redakteure der Zeitschrift Sterne und Weltraum, beleuchten den aktuellen Stand der bemannten Raumfahrt weltweit und richten den Blick auf deren unmittelbare Zukunft.

Quelle: Ernst Probst

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