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Deutsche Forscher bauen „Holodeck“

Archivmeldung vom 04.05.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Michael Dahlke
CyberWalk
CyberWalk

Sich in virtuellen Welten frei zu bewegen, das war bislang eine Erfahrung, die den Charakteren aus „Star Trek“ vorbehalten blieb. Jetzt aber haben deutsche Forscher mit dem Projekt „CyberWalk“ demonstriert, dass wir nicht bis zum 24. Jahrhundert auf ein Holodeck warten müssen. Sie haben nämlich – quasi – eines gebaut. Ein Bericht von krone.at

Die Projektion einer 360-Grad-Umgebung auf vier umgebende Wände ist ja an sich nichts Neues. Das Problem dabei ist aber, dass echte Bewegung in so einer Umgebung nicht möglich ist, da man natürlich spätestens nach ein paar Schritten an eine der Wände stoßen würde. Man kann also bestenfalls mit einem Steuergerät durch die Welt „fliegen“.

Nicht so aber bei CyberWalk: Hier kann der Betrachter in künstlichen Welten beliebiger Größe ungehindert umhergehen und mit den Elementen interagieren.

Kernstück "CyberCarpet"
Möglich gemacht wird dies durch den so genannten "CyberCarpet" (Cyberteppich). Der CyberCarpet wird als eine Plattform mit einem Durchmesser von etwa fünf Metern konstruiert. Diese besteht aus Tausenden von kleinen, beweglichen, gelagerten Bällen, ähnlich einem überdimensionalen Kugellager. Die Bälle werden durch ein Laufband, das auf einem Drehtisch montiert ist, von unten angetrieben. Auf diese Weise ist es möglich, eine auf dem CyberCarpet laufende Person quasi unbemerkt immer wieder zur Plattformmitte zurück zu bringen.

Sensoren messen dabei die Bewegung der auf dem CyberCarpet befindlichen Person; so wird die Plattform gesteuert und verhindert, dass man nach drei Schritten über den Rand hinaustritt.

Riesiges Anwendungspotenzial
Mit Dem CyberWalk tut sich eine riesige Zahl neuer Anwendungsmöglichkeiten auf: Vor allem im Unterhaltungsbereich könnte man bald schon, statt mit Keyboard und Maus, tatsächlich durch verfallene Ruinen und monsterverseuchte Raumstationen wandern. Sportler könnten auf der Plattform trainieren; für die medizinische Therapie ergeben sich ebenfalls vielfältige neue Anwendungen. In Museen oder der Architektur könnten Personen durch längst versunkene Städte oder Entwürfe von Gebäuden wandern.

Quelle: http://www.krone.at

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