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Neues Teleskopsystem senkt Kosten massiv

Archivmeldung vom 23.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Israelischer Nanosatellit zur Erdbeobachtung.
Israelischer Nanosatellit zur Erdbeobachtung.

Animation: BGUSAT

Forscher der Ben-Gurion University of the Negev hat ein neues Teleskopsystem entwickelt, das auf Nanosatelliten basiert, die so groß sind wie Milchkartons. In Kooperation untereinander und mit Teleskopen auf der Erde kann diese Anordnung hochauflösende Bilder machen. Die Kosten dafür liegen weit unter denen heutiger Systeme. Die Bildschärfe wird derzeit bei Teleskopen auf der Erde ebenso wie von Geräten im All von der Apertur der Optiken, also von deren freier Öffnung bestimmt.

Nanosatelliten ergänzen sich

"Das ist eine Innovation, die die Kosten für die Bilderstellung bei der Erkundung des Weltraums, in der Astronomie und der Erdbeobachtung massiv verändert", so die indischstämmige Forscherin Angika Bulbul. Wenn die Nanosatelliten eine bestimmte Position haben, können sie hochauflösende Bilder einfangen. "Bisherige Versuche, bessere Aufnahmen von weit entfernten Objekten zu machen, scheiterten", sagt Bulbul.

Normalerweise ist die gesamte Öffnung der Linse nötig, um Bilder einzufangen. Bei Teleskopen können sie gigantische Ausmaße annehmen. Entsprechend hoch sind die Herstellungskosten. "Wir haben herausgefunden, dass wir nur einen Teil der Apertur nutzen müssen, um scharfe Bilder zu bekommen", so Bulbul. Werden dagegen viele Linsen mit kleiner Apertur eingesetzt, so entstehen dennoch scharfe Bilder. "In der Konsequenz können wir die hohen Kosten, den Zeitaufwand und den Materialbedarf entscheidend reduzieren."

Bildsignale noch zu schwach

Ein Problem ist für die Wissenschaftler aber noch zu lösen. Da jede Linse nur wenig Licht einfängt, sind die Signale schwach und müssen verstärkt werden. Um dennoch scharfe Bilder zu erreichen, muss die Effektivität der Energieversorgung noch verbessert werden.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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