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Hürdenlauf auf dem Weg zum Elektroauto

Archivmeldung vom 29.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Für Elektrofahrzeuge sieht der VDE noch einen großen Forschungsbedarf in diversen Bereichen – angefangen von den Batterietechnologien, über die Leistungs- und Energiedichte bis hin zu Lebensdauer und Sicherheit. Ein vorrangiges Ziel der Forschung müsse auch eine deutliche Reduzierung des Batteriepreises sein. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband in einer jetzt veröffentlichten Studie mit dem Titel „Elektrofahrzeuge – Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf“.

Ziel der Bundesregierung ist es, in Deutschland bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Bis dahin sind nach der Einschätzung des VDE aber noch zahlreiche Hürden zu überwinden. Das größte Problem stellt die immer noch zu kurze Reichweite dar. Wie der VDE in seiner Studie feststellt, werden große Reichweiten auf absehbare Zeit wirtschaftlich nicht realisierbar sein. So kostet eine Batterie in der Großserienproduktion für 50 km Reichweite 2.700 Euro und eine für 100 km bereits 5.400 Euro. Um eine Reichweite von 150 km zu realisieren, müssten 8.100 Euro für die Batterie investiert werden.

So ernüchternd diese Zahlen sind, bedeuten sie für das Elektroauto aber keineswegs das „Aus“. Vielmehr werden laut der VDE-Studie Elektrofahrzeuge zunächst als Kleinwagen mit Tagesstrecken von unter 100 Kilometern auf die Straße kommen. Allerdings müssten die hohen Kosten für die Batterien durch Verbrauchsvorteile erwirtschaftet werden, so der Verband. Ebenso sollten die Batterien modular erweiterbar sein und sich an die Bedürfnisse der Käufer anpassen lassen.

Mobilitätsuntersuchungen haben gezeigt, dass nur 2.3 % der Bundesbürger täglich Strecken von über 100 km fahren. Bei einer Durchschnittstrecke von 25 km enden 45 % der Fahrten zu Hause und 27 % im Betrieb. Bei einer im Haushalt üblichen Ladeleistung von 3.7 kW ergibt sich für eine Reichweite von 50 km eine Ladezeit von fünf Stunden. „Das Elektroauto lohnt sich daher vor allem für den typischen Kleinwageneinsatz von zu Hause hin zur Arbeitsstätte und zurück sowie für die täglichen Fahrten im näheren Umkreis wie zum Beispiel zum Einkaufen“, so der VDE.

Erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf sieht der VDE bei den Lithium-Ionen-Batterien, um eine Reduktion der Kosten sowie die Erhöhung der Zuverlässigkeit und Sicherheit zu erreichen. Weiterhin müssten effiziente Heiz-, Dämm- und Klimasysteme für Elektroautos entwickelt werden, da der Verbrennungsmotor als Wärmequelle entfalle. Der VDE schlägt vor, für die Klimatisierung Wärmepumpen einzusetzen. Auch neue Verbundwerkstoffe, die das Gewicht der Autos reduzieren und zugleich die Wärme isolieren, sollten laut VDE jetzt von den Unternehmen entwickelt werden.

Darüber hinaus fordert der VDE einheitliche Schnittstellen zum Aufladen der Elektroautos. Damit soll erreicht werden, dass jedes Elektroauto überall aufgeladen werden kann, der Fahrer am Monatsende aber nur eine Rechnung bekommt. Für die Realisierung sei ein intelligentes Kommunikationssystem notwendig, das gegenwärtig noch nicht existiere.

Quelle: Rolf Froböse

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