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Besseres Selbstwertgefühl ohne Entschuldigung

Archivmeldung vom 06.07.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Versöhnung: entschuldigen nicht immer förderlich. Bild: pixelio.de/G. Havlena
Versöhnung: entschuldigen nicht immer förderlich. Bild: pixelio.de/G. Havlena

Eine Entschuldigung zu verweigern, kann beim betroffenen Individuum zu einer erheblichen Stärkung des Selbstwertgefühles beitragen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Queensland Business School, deren Studie im European Journal of Social Psychology veröffentlich worden ist. Den Experten zufolge tragen die Ergebnisse dazu bei, scheinbar irrationales, asoziales oder gefühlloses Verhalten eines Übeltäters besser nachvollziehen zu können.

"Eine Entschuldigung kann bewirken, dass man sich in der Gesprächsebene unter jemanden begibt. Betrügt zum Beispiel der Mann A seine Frau B und lehnt diese dessen Entschuldigung ab, so verbleibt A in gewissermaßen hierarchisch unter B, was sich wiederum negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken kann", schildert Psychologe Dominik M. Rosenauer im pressetext-Gespräch. Verweigere man eine Entschuldigung daher schon im Vorhinein so müsse, man sich überdies nicht dem Risiko aussetzten, dass diese nicht angenommen wird.

Die Erhebung basiert auf zwei voneinander unabhängigen Experimenten. Beim ersten sind 228 Erwachsene im Alter von 18 bis 77 Jahre in drei Gruppen aufgeteilt worden. Der erste Teil ist dazu aufgefordert worden, sich daran zu erinnern, jemanden verärgert und sich dafür um Verzeihung gebeten zu haben, während sich der zweite dasselbe, nur ohne Entschuldigung, ins Gedächtnis rufen sollte. Die restlichen Versuchsteilnehmer wurden instruiert, an Begebenheiten zu denken, an denen sie sich weder entschuldigt, noch eine Entschuldigung verweigert haben.

Nichts tun senkt Selbstvertrauen

Die Resultate zeigen, dass jene Versuchsteilnehmer, die standhaft geblieben sind, sich im Gegensatz zu den anderen im Nachhinein stärker und wesentlich selbstsicherer gefühlt haben. Im Vergleich mit den Probanden, die keine der beiden Handlungen umgesetzt haben, schnitten jene, die sich zumindest für ihr Verhalten entschuldigt haben, noch ein bisschen besser ab. Den mit Abstand stärksten, positiven Effekt auf das Selbstwertgefühl haben die Forscher jedoch bei denen nachgewiesen, die eine Entschuldigung gänzlich vorenthalten haben.

Am zweiten Experiment haben 219 Erwachsene im Alter von 18 bis 71 Jahren teilgenommen, von denen einem Drittel aufgetragen worden ist, in einer Email für etwas um Verzeihung zu bitten, das im wahren Leben jemanden aufgebracht hat. Das andere Drittel sollte eine Verweigerung in der Nachricht zum Ausdruck bringen, während die letzte Gruppe keine Email verfassen sollte. Die Ergebnisse stimmen mit jenen des ersten Experiments überein. Jene, die in der Nachricht ihre Widerwillen zum Ausdruck gebracht haben, fühlten sich hinterher selbstbewusster.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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