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Richtiges Maß an Angst ist gut für das Gedächtnis

Archivmeldung vom 27.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Angst: Zu viel davon schadet dem Gedächtnis. Bild: pixelio.de, günther gumhold
Angst: Zu viel davon schadet dem Gedächtnis. Bild: pixelio.de, günther gumhold

Angst kann Menschen helfen, sich an Dinge zu erinnern, wie Forscher der University of Waterloo sagen. Überschaubare Angst unterstützt die 80 Studienteilnehmer vor dem ersten akademischen Grad dabei, sich an Details von Ereignissen zu erinnern. Wurde die Angst zu groß oder ging sie in Furcht über, konnte das zu einer Färbung von Erinnerungen führen. Dabei werden ansonsten neutrale Elemente einer Erfahrung mit einem negativen Kontext in Verbindung gebracht.

Optimales Angstniveau möglich

Laut Mitautorin Myra Fernandes müssen Menschen mit großer Angst vorsichtig sein. "Es gibt bis zu einem gewissen Grad ein optimales Angstniveau, das dem Gedächtnis hilft. Wir wissen jedoch aus anderen Studien, dass große Angst Menschen dazu bringen kann einen Kipp-Punkt zu erreichen, der ihre Erinnerungen und ihre Leistung beeinflusst."

Von den am Experiment teilnehmenden Studierenden waren 63 weiblich. Eine Hälfe wurde nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe mit tiefen Anweisungen zur Kodierung zugeteilt, die andere einer mit leichten Anweisungen. Alle Teilnehmer absolvierten die Depression "Anxiety Stress Scales". Bei diesen Depressions-Angst-Stress-Skalen werden Symptome mittels Fragebögen ermittelt.

Angst verändert Erinnerungen

Personen mit großer Angst verfügten über eine erhöhte Empfindlichkeit auf die Einflüsse des emotionalen Kontexts ihrer Erinnerungen. Neutrale Infos wurden verdorben oder durch das Gefühl eingefärbt, mit dem sie während der Kodierung in Verbindung gebracht wurden. Laut Mitautor Christopher Lee kann das Denken an emotionale Geschehnisse oder das Denken an negative Ereignisse zu einem negativen Denken führen, das die Art und Weise beeinflussen oder verändern kann, wie man das aktuelle Umfeld sieht.

Entscheidend ist den Forschern zufolge, sich dessen bewusst zu sein, dass das beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Laut Fernandes ist das auch bei Pädagogen von Bedeutung. Diese sollten sich darüber bewusst sein, dass es individuelle Faktoren geben kann, die die Aufnahme des Unterrichtsmaterials beeinflussen können. Ein Aufhellen der Stimmung könnte von Vorteil sein. Die Ergebnisse wurden in "Brain Sciences" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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