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Forscher realisieren "Star Wars"-Lichtschwerter

Archivmeldung vom 04.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das Lichtschwert (engl.: lightsaber; wörtliche Übersetzung: Lichtsäbel, in der deutschen Übersetzung vereinzelt auch Laserschwert genannt)
Das Lichtschwert (engl.: lightsaber; wörtliche Übersetzung: Lichtsäbel, in der deutschen Übersetzung vereinzelt auch Laserschwert genannt)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein lang ersehnter Traum der weltweiten "Star Wars"-Fangemeinde könnte tatsächlich Realität werden: Physiker der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben im Zuge ihrer Forschungen quasi ganz "nebenbei" einen Weg gefunden, um die bekannten Lichtwerter aus der Weltraumsaga auch abseits der Science-Fiction-Schauplätze der Kinoleinwand zu realisieren. Dabei werden Photonen zu einer neuen Art von Molekül verbunden, die sich physikalisch gesehen genauso verhalten wie die tödlichen "Laserklingen".

"Die meisten Eigenschaften von Licht, die wir kennen, haben ihren Ursprung in der Tatsache, dass Photonen keine Masse besitzen und nicht interagieren", zitiert der Guardian Mikhail Lukin, Physik-Professor an der Harvard University. Dieses Problem hat man nun mit einem kreativen Ansatz gelöst. "Wir haben eine spezielle Art von Medium geschaffen, in dem auch Photonen untereinander so stark interagieren, dass sie sich verhalten, als hätten sie eine Masse und sich miteinander verbinden, um Moleküle zu formen", so Lukin.

"Zufälliges Nebenprodukt"

Lukin und seine Kollegen vom MIT haben sich natürlich nicht von Anfang an das Ziel gesetzt, mit ihren wissenschaftlichen Projekten die Science-Fiction-Vision von Laserschwertern Realität werden zu lassen. Die entsprechenden Möglichkeiten sind vielmehr eher als "zufälliges Nebenprodukt" entdeckt worden, gesteht der Physiker. Eigentlich gehe es im Zuge des betreffenden Projekts nämlich um die allgemeine Erforschung der Eigenschaften und des Verhaltens von Laserstrahlen und Lichtimpulsen.

"Es ist keine weit hergeholte Analogie, wenn wir die besonderen Eigenschaften der neuen Moleküle mit Lichtschwertern vergleichen", meint Lukin im Zusammenhang mit der Diskussion um die Star-Wars-Waffen. "Wenn sich diese Photonen voneinander abstoßen und anziehen, ist das, was aus Sicht der Physik in den Molekülen passiert, ähnlich dem, was wir aus den Filmen kennen", so der Wissenschaftler.

Science-Fiction-Vision wird wahr

Seitdem der erste Teil der "Krieg der Sterne"-Saga im Jahr 1977 in den US-Kinos erschien, hat die Frage nach der Möglichkeit der Herstellung von Lichtschwertern nicht nur die eingefleischten Fans der Reihe fasziniert. Immer wieder haben sich auch Experten aus der Forschung mit diesem Thema auseinandergesetzt - bislang allerdings ohne Erfolg. Dass reale Umsetzungen der kreativen Ideen von Science-Fiction-Autoren zu interessanten Projekten führen können, hat etwa auch das US-Unternehmen Provision 3D Media mit dem Versuch bewiesen, eine Technologie zur Erstellung lebensgroßer Hologramme zu entwickeln.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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