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Tier-Verhalten weist menschliche Züge auf

Archivmeldung vom 16.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Schlau sein wie ein Fuchs, plappern wie ein Papagei - Redensarten zeigen, dass sich der Mensch oft mit Tieren vergleicht. Wie das G+J-Magazin EMOTION berichtet, fanden Forscher jetzt heraus: Es bestehen viele Gemeinsamkeiten.

Anscheinend sind Tiere zu komplexeren Gefühlsausdrücken fähig als bisher angenommen. Das legt unter anderem das Beispiel einer Elefantenherde nahe, die sich um den Leichnam eines tot geborenen Elefantenbabys versammelt. Immer wieder stupsen die Dickhäuter den leblosen Körper mit ihren Rüsseln an, als wollten sie das Tier zum Aufstehen bewegen. Noch Tage später stehen sie dort mit hängenden Ohren.

Sogar Nächstenliebe scheinen manche Tiere zu kennen: Im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste sahen Forscher, wie Schimpansen die Wunden eines Artgenossen leckten, der von einem Leoparden verletzt worden war. Die Tiere teilten auch ihr Futter mit dem Invaliden. Eine Verhaltenweise, die ohne Mitgefühl nicht denkbar wäre. Empathie gilt als das edelste aller Gefühle - und ist die Basis für soziales Miteinander.

Inzwischen bezeugen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass es tierisches Einfühlungsvermögen gibt. Leipziger Forscher etwa beobachteten bei Laborexperimenten, dass Schimpansen auch Menschen halfen, selbst wenn sie zu diesen keinerlei Beziehung hatten. Die Affen reichten den menschlichen Versuchsteilnehmern Gegenstände, an die diese nicht allein herankamen - unabhängig davon, ob eine Belohnung dafür winkte oder nicht.

Derartige Ergebnisse überraschen, denn ein mitfühlendes Verhalten setzt auf gewisse Weise ein Bewusstsein des eigenen Ichs voraus. Und das sprach man lange Zeit nur dem Menschen zu.

Quelle: EMOTION

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