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Silizium und Graphen: Kombination liefert Strom

Archivmeldung vom 23.11.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.11.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Silizium: Kombination mit Graphen von Vorteil. Bild: Claudia Brefeld/pixelio.de
Silizium: Kombination mit Graphen von Vorteil. Bild: Claudia Brefeld/pixelio.de

Durch die Kombination der beiden Werkstoffe Silizium und Graphen lässt sich Infrarotlicht hocheffizient in elektrischen Strom verwandeln. Zu dem Ergebnis kommen Experten des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto per la Microelettronica e Microsistemi. Die Studie wurde zusammen mit Forschern des Graphene Center der University of Cambridge durchgeführt. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift "ACS Nano" nachzulesen.

Photodetektor fängt Infrarotlicht

Während es sich bei Silizium um einen industriell bewährten und leistungsstarken Halbleiter handelt, zeichnet sich Graphen durch seine extreme Widerstandsfähigkeit, Leichtigkeit und hohe Leitfähigkeit aus. "Durch die Verbindung dieser Eigenschaften entsteht ein Photodetektor, der Infrarotlicht einfangen und dabei die Konversionseffizienz spürbar erhöhen kann", erklärt Projektleiter Mauro Casalino. Diese Technologie sei erheblich billiger als jene, bei der Galliumarsenid oder Indium zum Einsatz kommt.

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse öffnet sich der Weg in eine neue Generation von optoelektronischen Bauteilen mit innovativen Anwendungen, wie beispielsweise der Herstellung photonischer Supercomputer, die mit Glasfaserlicht aus FTTH-Netzen gespeist werden. "Außerdem ergeben sich innovative Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Telekommunikation, Sicherheitstechnik und Biomedizin", sagt Casalino abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Harald Jung

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