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Entschlüsselung des Neandertalergenoms

Archivmeldung vom 21.07.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und die 454 Life Sciences Corporation, Branford, Connecticut, USA wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre einen ersten Entwurf des Neandertalergenoms vorlegen.

Prof. Svante Pääbo, Direktor der Abteilung für Evolutionäre Genetik am MPI und Dr. Michael Egholm, Vize-Präsident für Molekulare Biologie bei 454 Life Sciences, werden das Projekt, das von der Max-Planck-Gesellschaft finanziert wird, gemeinsam leiten. Eine von 454 Life Sciences neu entwickelte Technologie macht es möglich, Zellkern-DNA aus Neandertalerfossilien zu entnehmen und zu entschlüsseln. Dies war mit bisherigen Methoden praktisch unmöglich. Als ersten Test haben die Projektpartner bereits etwa eine Million Basenpaare der Zellkern-DNA eines 38.000 Jahre alten Neandertalerfossils aus Kroatien entschlüsselt.


Quelle: Pressemitteilung Informationsdienst Wissenschaft e.V.

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