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Wann erlischt der Himmel? - Im Universum entstehen weniger neue Sterne

Archivmeldung vom 10.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Nachthimmel in südlicher Richtung (Winter)
Nachthimmel in südlicher Richtung (Winter)

Foto: Contactni
Lizenz: CC-BY-SA-2.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In der Nacht leuchten die Sterne? Fragt sich nur, wie lange noch. Die Nächte auf der Erde werden in ferner Zukunft finsterer sein. Das berichtet die Zeitschrift P.M. MAGAZIN (Ausgabe 09/2012). "Es entstehen dramatisch weniger neue Sterne, während vorhandene stetig sterben", sagt der Astrophysiker Robert Braun. Der Professor ist Chefwissenschaftler der Abteilung Astronomy & Space Science des australischen Forschungsinstituts CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation).

Sterbende Sterne an sich sind für Wissenschaftler nichts Neues - das Phänomen begleitet das Universum seit Anbeginn. Doch Braun und seine Kollegen haben mit tiefen Blicken ins All umfangreiche Messungen vorgenommen, die dem an sich bekannten Vorgang eine Dimension verleihen, die selbst Experten überrascht. "Momentan entstehen mindestens zehnmal weniger Sterne als in der Frühzeit des Universums", berichtet Braun. Wahrscheinlich sind es sogar bis zu einem Drittel weniger, da die negative Entwicklung immer weiter voranschreitet.

Wenn Forscher das Sternesterben mit ihren Teleskopen verfolgen, erleben sie ein Farbspektakel: "Menschen bemerken sterbende Sterne durch eine Änderung der Farbe am Himmel", sagt Braun. Der Grund: Die meisten massereichen Sterne, also die mit der kürzesten Lebensdauer, strahlen in blauen Farben, während die weniger massiven, die am längsten leben, rot strahlen. Braun: "Werden also immer weniger Sterne geboren, während immer mehr alte sterben, erscheinen uns die Sterne am Nachthimmel röter und röter." Bis sich die Rotverschiebung deutlich bemerkbar macht, vergehen aber wohl noch Millionen von Jahren.

Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin (ots)

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