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Ex-NASA-Leute bauen Unterwasser-"Transformer"

Archivmeldung vom 12.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Aquanaut" im flexiblen ROV-Modus (Foto: houstonmechatronics.com
"Aquanaut" im flexiblen ROV-Modus (Foto: houstonmechatronics.com

Houston Mechatronics hat mit "Aquanaut" einen neuen Unterwasser-Roboter entwickelt, der sich wie ein "Transformer" verwandeln kann. Die Maschine kann ihre Form und Funktionalität je nach Aufgabenstellung in Form von zwei völlig unterschiedlichen Modi zu gestalten: als schnittiges autonomes Unterwasserfahrzeug (AUV), das äußerlich einem Mini-U-Boot ähnelt, oder als ferngesteuerter Roboter (ROV), der mittels zweier beweglicher Fangarme verschiedene komplexe Arbeiten geschickt erledigt.

"Eine echte Revolution"

"Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Technologie eine echte Revolution in Sachen Unterwasser-Roboter darstellt", erklärt Matthew Ondler, CEO von Houston Mechatronics. Gemeinsam mit seinem Team habe man mit Aquanaut den "am weitesten fortgeschrittenen Roboter entwickelt, den die NASA jemals gebaut hat". "Diese Maschine repräsentiert den absoluten Höhepunkt des Könnens und der Erfahrung unseres Unternehmens. Sie eröffnet unseren Kunden eine Vielzahl neuer Features und eine deutlich sicherere und effizientere Erledigung verschiedener Unterwasser-Aufgaben", betont Ondler.

"Mit dem Aquanaut haben wir die Chance, den Markt für kommerzielle Unterwasser-Services und Verteidigungszwecke grundlegend zu verändern", ist auch Kollege Nic Radford, CTO bei der US-Firma, überzeugt. Der große Vorteil liege in der besonders flexiblen Einsetzbarkeit des variablen Gefährts. "Man braucht keine Schiffe mit Mitarbeitern mehr vor Ort und kann je nach Bedarf und Anforderung situationsabhängig entscheiden, in welcher Form man bestimmte Missionen unter Wasser erledigen will", so der Ex-NASA-Ingenieur.

200 Kilometer Reichweite

Als AUV sieht der Aquanaut, der insgesamt rund 1.050 Kilogramm auf die Waage bringt, äußerlich wie ein schnittiges Mini-U-Boot aus. Die ausfahrbaren Greifarme des ROV werden vollständig eingeklappt und bilden einen Teil des Rumpfes. "Auf diese Weise reduzieren wir den Widerstand während der Fahrt und können die maximale Reichweite, die man mit einer einzigen Batterieladung erreichen kann, erhöhen", erläutert Ondler. So werden laut dem Hersteller Distanzen von bis zu 200 Kilometer möglich.

Im Moment ist der innovative Unterwasser-"Transformer" allerdings noch lange nicht fertiggestellt. Genau genommen existiert bislang nur die Konstruktion der Fangarme. "Das ist aber der schwierigste Teil", merkt Ondler an. Sobald der erste Prototyp vollständig sei, werde man mit ausgiebigen Unterwasser-Tests starten. "Wir schätzen, dass wir mit der Vermarktung dann 2019 loslegen können", ergänzt der Firmenchef.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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