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216.000 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Archivmeldung vom 28.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar 2018 im Vorjahresvergleich um 216.000 auf 2,546 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vormonat sank die Arbeitslosenzahl um 24.000, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 5,7 Prozent.

"Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Februar fort", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei weiter auf Wachstumskurs und die Arbeitskräftenachfrage bleibe auf "sehr hohem Niveau".

Hintergrund

In der Arbeitslosenstatistik ist nur eingeschränkt aussagekräft, da sehr viele Arbeitslose dort nicht mehr zu finden sind. Insgesamt wird geschätzt, daß die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen mindestens um eine Million Menschen höher ist. Wer sich nicht zur Arbeitssuche meldet, taucht in der Statistik nicht auf. Gleiches gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten könnten oder wollen. Auch wer krankgeschrieben ist, fällt in dieser Zeit aus der Statistik. In der Arbeitslosenstatistik fehlen aber vor allem jene, die durch Instrumente der Arbeitsmarktpolitik gefördert werden. Das betrifft die Fort- und Weiterbildung genauso wie Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Wer einen Ein-Euro-Job hat oder einen Gründungszuschuss erhält, ist damit offiziell nicht arbeitslos. In der Statistik fehlen zudem alle Personen ab einem Alter von 58 Jahren, die mindestens seit zwölf Monaten Arbeitslosengeld II beziehen und in dieser Zeit keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten bekommen haben. Zusätzlich streicht die Arbeitsagentur alle aus der Statistik, die eine Vermittlung erschweren, weil sie ihre Pflichten bei der Jobsuche nicht erfüllen - zum Beispiel, weil sie nicht oder nicht zeitnah dazu bereit sind, an Maßnahmen der Arbeitsagenturen teilzunehmen, oder weil sie sich weigern, eine "zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für sie oder ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarktes" anzunehmen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur / André Ott

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