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Ultraleichte Fahrzeuge: Neue Kooperation stärkt Magnesiumforschung in Geesthacht

Archivmeldung vom 29.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Im MagIC: an der hochmodernen Gießwalzanlage.
Quelle: Foto: HZG (idw)
Im MagIC: an der hochmodernen Gießwalzanlage. Quelle: Foto: HZG (idw)

Mehr als 100 Millionen Dollar stellt Südkoreas Regierung im Rahmen des World Premier Materials (WPM) Entwicklungsprogramms im Bereich der Magnesium-Technologie für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Das Geesthachter Magnesium-Innovations Center (MagIC) wird ein wichtiger wissenschaftlicher Projektpartner. In der einzigartigen Forschungsplattform wird unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer intensiv an den Magnesium-Technologien der Zukunft geforscht.

Das Südkoreanische Programm zur Entwicklung ultraleichter Fahrzeuge auf Magnesiumbasis stößt auf großes Interesse in Deutschland: Mehr als 80 und deutsche südkoreanische Teilnehmer trafen sich Anfang Februar 2012 zu einem ersten Ideenaustausch in Irsee (Bayern). Neben den Materialforschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auch Forscher und Industrievertreter von Weltkonzernen wie VW, BMW, POSCO, Thyssen sowie von der TU München, Bergakademie Freiberg und andere.

Die Teilnehmer haben sich dort über Gießwalztechnologien, Magnesiumbleche und Magnesiumknetwerkstoffe ausgetauscht. Konkret wurden erste bilaterale Kooperationen zwischen Industrie und Forschung geschlossen. „Das Treffen verlief sehr erfolgreich und mit vielen fruchtbaren Kontakten. Wir wissen, in der Automobilwirtschaft besteht ein hoher Bedarf an leichten Materialien“, erklärt der Geesthachter Magnesiumforscher Dr. Dietmar Letzig. „Fahrzeughersteller sind die wichtigsten Abnehmer von Magnesiumblechen. Doch noch gibt es einige echte Herausforderungen, etwa die Korrosionsbeständigkeit und die Versorgungssicherheit.“

Leichter spart Sprit

Leichtere Autos und Flugzeuge zu bauen, daran arbeiten intensiv die Ingenieure und Wissenschaftler der großen Automobil- und Flugzeugbauer. Denn jedes Kilo weniger senkt den Spritverbrauch und somit die CO2-Emissionen. Magnesium wiegt nur ein Viertel von Stahl und ist noch mal 30 Prozent leichter als Aluminium. Magnesium wird daher bereits erfolgreich in vielen Bereichen des Automobilbaus eingesetzt. In der Regel werden diese Teile als Gussteile hergestellt, etwa im Fahrwerk.

It's MagIC

Für großflächige Karosserieteile wie Türen, Klappen oder Dächer, bei denen das Leichtbau-Material noch viel mehr Gewicht sparen könnte, ist es vorteilhafter, gewalzte Magnesiumbleche zu verwenden. Die Materialforscher in Geesthacht untersuchen solche gewalzten Magnesiumbleche, um diese für den Einsatz im Fahrzeugbau anwendbar zu machen. Dazu steht den Wissenschaftlern auf dem Gelände des Forschungszentrums im MagIC eine hochmoderne Gießwalzanlage zur Verfügung. Ebenso forschen die Wissenschaftler an speziellen Korrosionsschutzschichten, die die Oberflächen der Magnesiumbauteile gegen verschiedenste Anforderungen schützen.

Quelle: Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung (idw)

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