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Verdi kritisiert Prämie für ausgewählte Fluggastkontrolleure

Archivmeldung vom 25.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die Sicherheitsfirma Kötter versucht nach Angaben der Gewerkschaft Verdi, Flugsicherheitsassistenten mit Hilfe einer Sonderprämie zur Arbeit in den kommenden verkehrsreichen Tagen zu locken. Das Essener Unternehmen war zuletzt in die Kritik geraten, weil es einräumen musste, zum Start in die Sommerferien nicht genügend Personal für die Sicherheitsschleusen an den NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn zu haben.

Die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" berichtet unter Berufung auf die Dienstleistungsgewerkschaft, dass das Unternehmen Mitarbeitern, die trotz ihres freien Tages zum Dienst erscheinen, am Flughafen Köln/Bonn vier geleistete Stunden so vergüten wolle, als wären es sechs. Wer für sechs Stunden komme, soll eine Entlohnung für neun Stunden erhalten. Kurzfristig einspringende Beschäftigte am Flughafen Düsseldorf sollen für jede am Freitag und Samstag geleistete Stunde einen Aufschlag von 40 Prozent erhalten. Bei Sonntagsarbeit sollen sechs geleistete Stunden wie sieben entlohnt werden.

Das Unternehmen wollte die Zahlen mit Hinweis auf arbeitsvertragliche Gründe nicht bestätigen, erklärte jedoch, dass sämtliche Maßnahmen mit den örtlichen Betriebsräten abgestimmt seien. Allerdings kritisierte Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim im Gespräch mit der "Rheinischen Post" die Prämienregelung: "Damit wird ein hausgemachtes Problem lediglich in die Zukunft verschoben und zugleich ein Zwei-Klassen-System etabliert." Er forderte Kötter auf, die Prämie allen zum Dienst erscheinenden Mitarbeitern zu zahlen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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